beträchtlich. Alles schien günstig. Der erste Ausbruch des Schmerzesüber das Verschwinden des Landes hatte sich gelegt und die Mann-schaft wurde ruhiger, abgleich die Furcht vor der Zukunft wie dieverborgene Gluth eines Vulkans im Innern fvrtglimmte. Der An-blick des Meeres bot nichts Beunruhigendes oder für einen Ma-trosen Ungewohntes dar, und da ein lebhafter Wind, wenn keine Ge-fahr vorhanden ist, immer einen angenehmen Eindruck macht, somochte sich wohl die Mannschaft durch einen Stand der Dinge,wie sie ihn eher gewöhnt war, ermuthigen lassen und der Freude undHoffnung wieder Raum geben. Den Tag über und die darauffol-gende Nacht liefen die Fahrzeuge wieder hundert und achtzig Mei-len weiter in die pfadlose Oede des Weltmeers, ohne daß die Ma-trosen nur halb so viel durch Befürchtungen beunruhigt wurden,als dieß beim Verschwinden des Landes der Fall gewesen war.ColumbuS beharrte jedoch auf seiner angenommenen Vorsichtsmaß-regel und setzte in seiner öffentlichen Berechnung die Fahrt derletzten vierundzwanzig Stunden ungefähr zu hundert und fünfzigMeilen an. Dienstag den ersten September nahm der Wind einenoch günstigere Wendung. An diesem Tage waren die Schnä-bel der Schiffe zum ersten Male, seit man die canarischen Inselnverlassen hatte, voll nach Westen gerichtet und — mit der altenWelt in gerader Linie im Rücken und dem unbekannten Meere vorsich — setzten unsere Abenteurer die Fahrt bei südöstlichem Winde fort.Die Geschwindigkeit betrug ungefähr fünf Meilen in der Stunde,wobei das gleichförmige des Vordringens und die Richtung desCurseS den Mangel an Schnelligkeit ersetzten.
Die gewöhnlichen Beobachtungen zur See, wenn die Sonneim Zcnith steht, waren vorüber, und ColumbuS hatte seinen ängst-lichen Gefährten eben mitgetheilt, daß die Fahrzeuge sich allmäh-lig gen Süden wendeten, was er der Abtrift irgend einer unsicht-baren Strömung zuschrieb, als ein Ruf von dem Mastkorbe dieAnnäherung eines Walisisches verkündete. Da die Erscheinung eines