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ich gewünscht habe. Ich finde, daß die Schiffe sich seit Sonnen-untergang um dreißig Stunden weiter von Ferro entfernt haben,und Du siehst, daß ich hier vierundzwanzig in die Rechnung, welchefür die Augen der Mannschaft bestimmt ist, eintrug. Die Steuer-leute haben aber in dieser Nacht einen großen Kleinmuth, wennnicht Verrätherei, an den Tag gelegt; denn sie hielten mit demSchiffe in einer Weise ab, daß es eine Zeit lang ganz in parallelerRichtung mit der europäischen Küste lief. Sie suchten mich alsoauf dem Decke zu betrügen, während ich eS für nöthig erachtete,sie in der Cajüte zu täuschen. Es ist schmerzlich, Don Luis, daßman zu solchen unredlichen Mitteln seine Zuflucht nehmen muß,wenn es sich um ein Unternehmen handelt, welches alle, die je vonMenschen versucht wurden, überbietet und noch obendrein die EhreGottes, das Wohl des Menschengeschlechts und insbesondere dieInteressen von Spanien zum Zwecke hat."
„Selbst die frommen Geistlichen können oft ohne diesen Uebcl-stand nicht ausreichen, Don Christoval," antwortete der unbe-kümmerte Luis, „und der Laie braucht sich Etwas, wobei sie keinBedenken fühlen, nicht allzusehr zu Gemüthe zu ziehen. Ich habemir sagen lassen, daß die Hälfte der Wunder, welche sie vorgeben,nicht besonders weit her sehen, obgleich die Zweifel und der Glau-bensmangel verhärteter Sünder solche kleine Erfindungen zum Be-sten unserer Seele nothwendig machen mögen."
„Ich bezweifle nicht, daß Falschheit und Betrug sich eben sogut unter den Kirchenleuten, als unter den Laien finden," antworteteder Admiral, „aber dieß ist nur die Folge von Adams Sündenfall undder Berderbtheit der menschlichen Natur. Doch gibt es auch ächteund wahrhaftige Wunder — Ausflüsse der göttlichen Allmacht,welche den Zweck haben, den Glauben aufrecht zu halten undDiejenigen zu ermuthigen, welche Gott lieben und seinen heili-gen Namen ehren. Ich glaube nicht, daß eines unserer Begeg-niffe wirklich unter diese Klasse gehört, auch wage ich nicht, zu