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am Bord, da sie bestimmt sepen, sich in die Heimsuchung einerWindstille ergeben zu müssen. Mit dem Einbruch der Nacht erhobsich jedoch ein leichter Wind, und einige Stunden lang hörte man,wie sich das Wasser unter den Bugen der Fahrzeuge theilte, ob-gleich es kaum schnell genug vorwärts ging, um die Schiffe unterdem Commando des Steuers zu erhalten. Gegen Mitternacht hörteauch diese kaum bemerkliche Bewegung wieder auf und die Fahr-zeuge wälzten sich wieder träge in den Grunddeiningen — denRückwirkungen von Stürmen des westlichen OceanS.
Als der Morgen anbrach, fand sich der Admiral zwischen Go-mera und Teneriffa; der stolze Pic der letzteren Insel warf seinenscharf bezeichnetcn Schatten, ähnlich dem, welchen ein Planet ver-ursacht, weit über das Wasser, und seine Spitze spiegelte sich wiederauf der glatten Oberfläche des OceanS. Columbus fürchtete nun,die Portugiesen möchten ihre Boote anwenden oder mit irgend einerleichten Feluke herauSrudern, um ihre Lage aufzustnden, und ließdaher vorsichtig die Segel beschlagen, um seine Schiffe so vielmöglich ihren spähenden Blicken zu entziehen. Dieß war die Stel-lung des berühmten Geschwaders am siebenten September — genaufünf Wochen nachdem es Spanien verlassen hatte, denn diese un-heilverkündende Windstille fiel auf einen Freitag oder denselbenWochentag, an welchem man von PaloS ausgesegelt war.
Aller Erfahrung zu Folge gibt cS gegen eine Windstille aufdem Meere kein anderes Zufluchtsmittel als die Geduld. Columbuswar ein viel zu kundiger Seefahrer, um diese Wahrheit nicht zufühlen, und nachdem er die erwähnte Vorsichtsmaßregel getroffenhatte, richteten er und seine Piloten ihre Aufmerksamkeit auf die Vor-kehrungen, welche nöthig waren, um die Reise für die Zukunftgefahrlos und sicher zu machen. Die wenigen, in jener Zeit be-kannten mathematischen Instrumente wurden hervorgeholt, corrigirtund in einer doppelten Absicht zur Schau gestellt — einmal umsich über die gegenwärtige Lage Gewißheit zu verschaffen, undDonna Mercedes. 2ie Aufl. 20