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dann um die Matrosen etwas sehen zn lassen, was ihre Achtunggegen die Führer erhöhen und ihnen Zutrauen zu deren Geschick-lichkeit einflößen konnte. Der Admiral hatte sich bereits unterseinem Gefolge einen hohen Ruf als Seefahrer erworben, weil sichin der Nähe der canarischen Inseln seine Berechnungen um vielesgenauer erwiesen hatten, als die der Peloten; und als er nun dasInstrument, welches damals die Stelle der Quadranten versah,zeigte und seine Compaßc untersuchte, beobachteten die Seeleute jedeseiner Bewegungen entweder mit geheimer Bewunderung oder mitmißtrauischer Wachsamkeit. Einige sprachen offen ihre Zuversichtaus, daß ColumbuS wohl fähig sehn möge, überall hinzukommen^wo er hin wolle, während Andere im Geheim jenen Grad von be-denklicher Wichligthuerei verriethen, welcher gewöhnlich Vorurtheil,Unwissenheit und Bosheit begleitet.
Luis hatte die Geheimnisse der SeefahrlSkunst nie begreifenkönnen, denn der edle Herr schien alles ernstere Lernen als eine Artvon Bildung zu verschmähen, die nur wenig im Einklang mit sei-nen Bedürfnissen und seinem Geschmacks stehe. Demnngeachtet warer verständig, und hinsichtlich desjenigen Wissens, welches sich Laienseines Ranges gewöhnlich anzueignen Pflegen, stand er in den Zir-keln des Hofes nur Wenigen nach. Zum Glück setzte er das un-bedingteste Vertrauen auf die Kenntnisse des Admirals, und da erpersönlich furchtlos war, so hatte ColumbuS unter seinem ganzenGefolge keinen ergebeneren Begleiter, als den jungen Grande».
Trotz seiner gepriesenen Philosophie, Einsicht und Vernunft istder Mensch doch stets den Täuschungen seiner eigenen Einbildungs-kraft und Verblendung eben so sehr ausgesetzt, als den Tücken undKunstgriffen Anderer. Selbst wenn er am wachsamsten und vor-sichtigsten zu sehn glaubt, wird er eben so oft durch Außendingeirre geleitet, als durch UrlheilSkraft und Thatsachen beherrschtzund so glaubte vielleicht die Hälfte Derer, welche Zeugen dieser be-rechneten Sorgfalt Colon'S waren, in ihrem erneuten Vertrauen