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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Ich bin Don Christoph, Ihrer Hoheiten Admiral, undVicelönig über alle Meere und Länder, welche wir entdeckenauch wie Du gesagt hast, ein Genuese von Geburt, obgleich michmein Amt und die Liebe zu der Königin zu einem Castilianer machen."

Dann, edler Admiral, kann ich Euch sagen, daß die Portu-giesen sich rühren: denn in diesem Augenblicke sind drei ihrerCaravelcn vor Ferro und hoffen Euer Geschwader abzufangen."

Woher weißt Du das, Freund, und warum soll ich glauben,daß die Portugiesen Caravelcn in der Absicht auszusenden wagen,Leute, welche unter der Flagge JsabcllcnS der Katholischen segeln,zu belästigen? Sie sollten wissen, daß der heilige Vater kürzlichden zwei Herrschern in Anerkennung der wichtigen Dienste, welchesie der Christenheit durch die Vertreibung der Mauren geleistet,diesen Titel ertheilt hat."

Sennor! es ging wohl ein Gerede davon auf den Inseln,aber der Portugiese bekümmert sich wenig um derartige Dinge,wenn er sein Gold gefährdet glaubt. Als ich Ferio verließ, sprachich die Caravelcn an, und ich habe allen Grund, zu glauben,daß das Gerücht ihnen nicht Unrecht thut."

Sahen sie kriegerisch aus, und behaupteten sie ein Recht zuhaben, unsere Reise zu unterbrechen?"

Sie sagten uns nichts der Art, sondern fragten nur höh-nisch, ob der durchlauchtige Don Chiistoval Colon, der gioßeVlcekönig des Ostens, bei uns an Bord scy. Was ihre Ausrüstunganbclangt, so führten sie viele Donnerbüchsen und eine Mengevon Leuten in Harnischen und Helmen. Ich zweifle, ob so vieleSoldaten auf den Azoren sind, als auf ihren Schiffen."

Halten sie dicht an den Inseln, oder befinden sie sich mehr seewärts?"

Meistens das Letztere, Sennor, denn morgens halten sienach dem Westen ab und nähern sich erst mit TagcSneige demLande. Nehmt das Wort eines alten Seemanns, Don Christoph,die Bastardbrut führt nichts Gutes im Schilde."