sondern Grund Hot, sich zu freuen," antwortete ColumbuS lächelnd,„da das Licht der Offenbarung und der Triumph des Kreuzes eineFolge davon sepn wird.— Doch was ist Dein Wunsch, Freuud? Duscheinst auf mich zu warten, um Dein Herz von irgend etwas zubefreien. Dein Name ist Sancho Mundo, wenn ich mich DeinesGesichtes recht erinnere?"
„Sennor Don Almirante! Euer Gedächtniß hat sich nichtgetäuscht! " erwiederte die angeredete Person. „Ich bin SanchoMundo, wie Euer Ercellenz sagte, den man zuweilen auch Sanchovom Schiffsdockenthor nennt. Ich wünsche Euch Einiges über dasSchicksal unserer Reise mitzutheilen, wenn anders Ihr es paffendfindet, edler Sennor, mich an einem Orte anzuhören, wo keineOhren gegenwärtig find, denen ihr nicht trauen dürft."
„Du kannst hier offen sprechen; dieser Capalier ist mein Ver-trauter und mein Sekretär."
„Es ist nicht nöthig, einem so großen Piloten, wie EuerErcellenz ist, sagen zu wollen, wer der König von Portugal istund wie sich die Seeleute von Lissabon schon seit vielen Jahrenunrgethan haben, da Ihr dieses Alles besser wißt als ich. Ichwill daher nur beifügen, daß sie alle unbekannten Länder für sichselbst entdecken möchten und Andere so viel wie möglich zu hindernsuchen, ein Gleiches zu thun."
„Dom Joao von Portugal ist ein sehr hellblickender Fürst,Bursche, und Du würdest wohl thun, seinen Rang und seinen Cha-rakter zu achten. Seine Hoheit ist kein engherziger Herrscher,und hat manchen schönen Zug von seinen Häfen ausgehen lassen."
„Das that er, Sennor, und dieser Letzte ist nicht der unbe-deutendste — hinsichtlich des Plaues und der Absicht nämlich," ant-wortete Sancho mit einem ironischen Blick auf den Admiral, wel-cher bewies, daß er etwas im Rückhalt habe, was er nicht ohneeinige Umschweife anzubringen Willens sep. „Niemand zweifelt anDom Joao'S Bereitwilligkeit, Züge unternehmen zu lassen."