Druckschrift 
11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
Entstehung
Seite
297
Einzelbild herunterladen
 

297

Du hast irgend etwas erfahren, Sancho, was vielleicht fürmich wiffenSwerth ist. Sprich offen und verlaß Dich darauf, daßich derartige Dienste ganz nach Würden belohnen werde."

Wenn Eure Ercellenz Geduld haben will, mich anzuhören,so will ich die ganze Geschichte mit allen Einzclnheiten und Be-sonderheiten geben, so daß nichts unberührt bleibt und Alles sooffen baliegen soll, wie es das Herz nur wünschen oder ein Prie-ster im Beichtstuhl verlangen kann."

Sprich, Niemand wird Dich unterbrechen. Je offener Dubist, desto schöner soll Deine Belohnung sepn."

Nun denn, Sennor Don Almirante! Ihr nzjißt wissen, baßich vor ungefähr eilf Jahren eine Reise von PaloS nach Sicilienmachte. Ich fuhr in einer Caravele, die den PinzonS gehörtenicht dem Martin Alonzo, der die Pinta commandirt und unterEuer Ercellenz Befehlen steht, sondern einem Netter seines seligenVaters, der bessere Fahrzeuge bauen ließ, als wir in diesen Tagender Nebereilung erlangen konnten, wo die Taue vermürbt, und dieSchiffe schlecht calfatert sind, der Weise gar nicht zu gedenken, inwelcher das Segeltuch"

Ei! guter Sancho," fiel der ungeduldige Luis ein, welchemnoch immer die Bemerkungen von Donna Jnez'S CorrespondcntenwurmtenDu vergissest, daß die Nacht anrückt, und das Bootauf den Admiral wartet."

Wie sollte ich das vergessen, Sennor, da ich die Sonne ebenin'S Wasser tauchen sehe und obendrein selbst zu dem Boote gehöre,welches ich nur verließ, um dem edlen Admiral das mitzutheilen,was ich ihm zu sagen habe."

Ich bitte Dich, Don Pedro, laß den Mann seine Geschichte inseiner eigenen Weise erzählen," bemerkte ColumbuS.Man gewinntnichts dabei, wenn man einen Seemann au« seinem Concepte bringt."

Nein, Euer Ercellenz, eben so wenig, als wenn man einMaulthier spornt. Wie gesagt also ich fuhr nach Sicilien