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Vorhandenseyn der Insel von Sl. Brandan versammelt, und Lu,'Sbegegnete nirgends einem Lächeln, um deßwillen er füglicherweisehätte Streit anfangen können, — wenn es je von einem männlichenGegner ausgegangen wäre. Zudem veranlaßte auch das zartereGefühl, welches die Herzen jugendlicher Damen so oft erfüllt, einevon Donna Jnez'S schönen Gefährtinnen, in einer Weise zu sprechen,welche die Empfindungen unseres Helden wieder ungemein beruhigte.
„ES ist zwar wahr, Sennora," erwiederte die junge schöne Für-sprecherin, und schon die ersten Töne ihrer Stimme hatten die Wirkung,den Sturm, der sich in der Brust des jungen Mannes erhobenhatte, wieder zu beschwichtigen — „eS ist zwar wahr, Scnnora, baßman Don Luis nachsagt, er sey ein wanderlustiger Mensch, von garunstetem Wesen; wir hören aber auch zu gleicher Zeit, daß er einvortreffliches Herz habe, daß er großmüthig sey, wie der Thau desHimmels selbst und daß er die beste Lanze in Castilien führe, wieer auch wahrscheinlich dessen schönste Jungfrau heimführen wird."
„Was hilft alles Predigen der Geistlichen und alles Zürnender Eltern, Sennor de MunnoS," sagte Donna Jnez lächelnd, — „solange Schönheit und Jugend den Muth, den Waffenruhm und eineoffene Hand höher anschlagen, als die stillen Tugenden, welche dieheilige Religion empfiehlt und welche ihre Diener so eifrig cinschär-fen. Einige Ritter im Turnier aus dem Sattel zu heben und einedurchbrochene Schwadron unter dem Angriff der Ungläubigen wieder zusammeln, gilt für mehr, als Jahre der Mäßigkeit und Wochen derBuße und des Gebetes."
„Wie können wir wissen, daß der Cavalier, dessen Ihr er-wähntet, Sennora, nicht auch seine Wochen der Buße und seineStunden des Gebets hat?" antwortete Luis, der nun seiner Stimmewieder Herr geworden war. — „Sollte er so glücklich sey», sichdes RatheS eines gewissenhaften Beichtvaters zu erfreuen, so kanner beidcm kaum entweichen, da das Gebet ja so oft als Bußübungauferlegt wird. Er scheint übrigens ein miserabler Bursche zu