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um die düsteren Umrisse des Pics von Teneriffa auch in der Ent-fernung deutlich sichtbar werden zu lassen, und gerade in diesemArrgcnblicke schoßen Feuerstrahlen von seiner Spitze in die Höheund beleuchteten vorübergehend den ungeheuren Bergkegel, der dannwieder — ein Gegenstand geheimnißvollen Schreckens — indunkeln NachteSschatten verschwand. Ein Theil der Matrosen fielans die Kniee nieder und begann seine Rosenkränze zu beten, wäh-rend sich Alle fast instinktartig bekreuzten. Dann entstand ein all-gemeines Murren, und in wenigen Minuten traten auch die, welchegeschlafen hatten, in den Kreis ihrer Cameraden und sahen mitEntsetzen und Bestürzung auf diese Naturerscheinung. Man be-schloß den Admiral auf dieses sonderbare Ereigniß aufmerksam zumachen, und Pero wurde znm Sprecher gewählt.
Diese ganze Zeit über befand sich ColumbuS mit seinen Ge-fährten auf dem Hüttendecke, und war, wie zu erwarten stund, gleich-falls Zeuge dieses unerwarteten Wechsels in der äußern Erscheinungdes PicS. Zu einsichtsvoll, um sich hiedurch beunruhigen zu lassen,betrachtete er eben mit seiner Umgebung das Schaffen desBerges, als Pero, von fast allen Matrosen des Schiffes begleitet,auf der Schanze erschien. Alles war stille, und Pero brachte nunden Gegenstand seiner Sendung mit einem Eifer vor, der nichtwenig durch seine Furcht unterstützt wurde.
„Sennor Admiral!" begann er, „wir kommen, um Euer Er-cellenz zu bitten, nach dem Pic auf der Insel Teneriffa zu blicken,wo, wie wir Alle glauben, eben ein feierliches Warnungszeichen gegendie Fortsetzung einer Fahrt in das unbekannte Weltmeer sichtbar wird.ES ist in der That an der Zeit, daß die Menschen sich ihrer Schwächeerinnern und bedenken, wie sehr sie der Güte Gottes zu danken ver-pflichtet sind, wenn sogar die Berge Flammen und Rauch ausspeien."
„Hat keiner von Euch je das mittelländische Meer befahren,oder die Insel besucht, über die Don Ferdinand, der geehrte Ge-mahl unserer Herrin der Königin gebietet?" fragte ColumbuS ruhig.