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ColumbuS ermuthigte nun die Mannschaft der Pinta, sich Mühezu geben, und nach einigen Stunden waren die drei Schisse wiederini vollen Zuge nach den canarischen Inseln. Ungeachtet dieser Zö-gerung legten sie im Laufe deS Tages und der Nacht beinahe neun-zig Meilen zurück. Aber am folgenden Morgen brach das Ruderwieder aus, und da der Schaden jetzt bedeutender war, als dasvorigemal, so wurde auch die Ausgleichung desselben um so schwie-riger. Diese wiederholten Unfälle machten dem Admiral großenKummer, denn er betrachtete sie als die Ergebnisse des Mißvergnü-gens seiner Begleiter und war daher fest entschlossen, sich der Pintazu entledigen, wenn er ein anderes geeignetes Fahrzeug auf denInseln finden sollte. In Folge dieses Vorfalles wurde die Fahrtso verzögert, daß man an diesem Tage, trotz des fortwährend gün-stigen Windes, dem Orte der Bestimmung nur um etliche scchSzigMeilen näher rückte.
Am folgenden Morgen kamen sich die Fahrzeuge so nahe, daßsie sich anrufen konnten, bei welcher Gelegenheit eine in den dama-ligen Zeiten übliche sogenannte Vergleichung der Seemannskunstunter den verschiedenen Schiffern oder Piloten statt stand, indemJeder seine Ansichten über die Lage der Schiffe aussprach.
ES gehört nicht zu den geringsten Verdiensten Colon'S, daßer seinen großen Versuch mit den unvollkommenen Instrumentenjener Zeit auszuführen im Stande war. Zwar bediente man sichdes Compaffes schon seit einem Jahrhunderte, wenn nicht noch län-ger, allgemein; aber die Abweichungen desselben, deren Kenntnißbei langen Seereisen kaum weniger wichtig ist, als die KenntnißdeS Instrumentes selbst, waren damals den Seeleuten unbekannt,da sie sich selten weit genug von dem Lande weg wagten, um dieseGeheimnisse der Natur gewahr werden zu können, und sich inSge-sammt fast eben so sehr auf die gewöhnlich sichtbare Stellung der Him-melskörper, als auf die bündigeren Ergebnisse der Berechnung ver-ließen, wenn sie ihren Weg bestimmen wollten. Columbus bildete