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Thränen aus den Augen und nahm das Ruder auf; der kleineNachen schob sich langsam vorwärts, als ob das seelenlose Fahr-zeug das Widerstreben der Hand empfinde, welche es dem Landezutrieb.
Das eben mitgetheilte kurze Gespräch war mit so lauter Stimmegeführt worden, daß cs von Allen, welche sich in der Nähe derredenden Personen befanden, gehört werden konnte, und als Co-lumbuS sich von dem Nachen abwandte, bemerkte er, daß viele sei-ner Leute in dem Takelwerk oder auf'den Naaen hingen und auf-merksam auf seine Worte gehorcht hatten. In diesem Augenblickewurde der Anker der Santa Maria aus dem Grunde gehoben,und der Schnabel des Schiffes begann sich nach der Richtung deSWindes zu neigen. Im nächsten Moment ließ sich das Schlagendes großen viereckigen FocksegelS, welches damals Fahrzeuge vondieser Takelage zu führen pflegten, vernehmen, und im Verlaufeder nächsten fünf Minuten steuerten die drei Schiffe langsam, aberstetig die Strömung des Flusses Ooiel, ln dem sie vor Anker ge-legen hatten, hinab, um ihren CurS nach einer Sandbank in derMündung desselben zu «erfolgen. Die Sonne war noch nicht auf-gegangen, sondern stieg eben, als die Segel sich ausspannten, wieein feuriger Ball über die Berge Spaniens und vergoldete mit ihrerwehmüthigen Glorie eine Küste, welche nicht Wenige in den ver-schiedenen Schiffen zum letztenmale zu schauen füchteten. Viele derBoote folgten den zwei kleineren Fahrzeugen einige Stunden weit,bis sie die Sandbank von Salles erreichten, und Manche weiltennoch so lange, bis die Wellen des rühmenden Meeres in stärkerenStößen anprallten und der frische Westwind die Jammernden gegenihren Willen wieder der Küste zutrieb. Unterdessen bewegten sichdie befreiten Schiffe stetig in dem blauen Gewässer deS endlosenatlantischen Weltmeeres, menschlichen Wesen gleich, welche ihre Be-stimmung schweigend Geschicken entgegenführt, die sich eben so we-nig voraussehen als beherrschen oder vermeiden lassen.