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glaubte in ihrem edlen, einer Spanierin würdigen Benehmen undin ihrer stolzen Haltung eine Bürgschaft für die Erfüllung ihresVersprechens lesen zu können. Da noch einige Vorbereitungengemacht werden mußten, ehe das Boot von der Küste abfahrenkonnte, gingen der Admiral und Luis einstweilen in ernster Unter-haltung an dem Strande auf und nieder.
„Du hast hier ein Beispiel davon gesehen, was ich überwindenund erdulden mußte, nur um diese armseligen Mittel für die Aus-führung der wohlwollenden Plane der Vorsehung zu erringen," be-merkte ColumbuS traurig, obgleich seinen Worten keinerlei Bitterkeitbeigemischt war. „Es ist ein Verbrechen, arm — ein Genuese —oder etwas Anderes als das zu seyn, was wir nach den Begriffenunserer Beurtheiler und Herreu gerade seyn sollten. Aber cs wirdein Tag kommen, Conde de Llera, wo sich Genua keineswegs ent-ehrt halten wird, daß es Christophoro Colombo das Leben gab,und wo Euer stolzes Castilien gerne diese Schmach mit ihm theilenmöchte! Du weißt nur wenig, junger Herr, wie weit der Wegzum Ruhm und zu großen Thatcn ist: Du, den schon seine Geburtadelt und zum Herrn über große Besitzungen macht. Du stehst inmir einen bereits in den Jahren vorgerückten Mann, dessen Haareweiß sind von Alter und Leiden, und doch bin ich erst an derSchwelle des Unternehmens, welches meinem Name» einen Platzverschaffen wird unter den Männern, die Gott gedient uud dasWohl ihrer Mitmenschen gefördert haben."
„Ist das nicht der gewöhnliche Weltlauf, Sennor? — Strebennicht Männer, deren Stellung ihren Verdiensten nicht entspricht, dar-nach, sich aus der Lage, welche die Natur ihnen angewiesen hat, emporzu heben, während diejenigen, welche das Glück durch ihre Altvordernbegünstigt hat, sich oft gerne mit den Ehren begnügen, an deren Er-werbung sie keinen Antheil haben? Ich sehe hierin nichts, als dieNatur des Menschen und den Gang der Erdendinge."
„Du hast Recht, Luis, aber Theorie und Wirklichkeit sind gar