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Königin, und einige glauben sogar, daß die Venezianischen Galeerennicht weniger schwer belastet sehn könnten, wenn Ihr mit ihnen aufhoher See zusammen träfet."
„Und was kann Alles dieses Deinem Manne schaden? Ichgehe hin, wo er hingeht, theile seine Gefahren und setze wie er,mein Leben auf's Spiel, Wenn Gold bei dem Abenteuer zu ge-winnen ist, so wird er nicht vergessen werden, und wenn uns durchunsere Gefahren und Wagnisse der Himmel näher gerückt wird, sokann Pepe nicht dabei verlieren. Bei der letzten großen Abrechnung,Weib, wird man uns nicht fragen, ob einer arm oder ein Genuesegewesen sey."
„Dieß ist wahr, Sennor, aber doch kömmt es einem jungenWeibe schwer an, sich von ihrem Manne zu trennen. WünschestDu wirklich mit dem Admiral auszufahren, Pepe?"
„Es ist mir einerlei, Monika. Ich bin zum Dienste der Königincommandirt, und wir Seeleute haben nicht das Recht, ihr Ansehenin Zweifel zu ziehen. Nun ich Seine Exzellenz habe sprechenhören, kömmt mir aber die Sache nimmer so gefährlich vor."
„Wenn diese Reise wirklich zum Dienste Gottes unternommenwird," fuhr das Weib mit Würde fort, „so sollst Du hinter keinemAndern Zurückbleiben, Pepe. Sennor, wolltet Ihr wohl meinemManne erlauben, die Nacht noch bei seiner Familie zuzubringen,unter der Bedingung, daß er sich Morgen wieder an Bord der SantaMaria einstellt?"
„Was habe ich für eine Sicherheit, daß diese Bedingung ein-gehakten wird?"
„Wir Beide sind Christen und dienen demselben Gotte — sinddurch denselben Heiland erlöst worden."
„Dies ist wahr und ich will euch deßhalb vertrauen. Pepe,Du kannst bis morgen nach Hanse gehen; dann aber erwarte ichDich auf Deinem Posten. Hier haben wir Ruderer genug ohne Dich."
Die Blicke des Weibes sprachen Dank aus und Columbur