Moguer ein Verbrechen, sie, die doch das Volk dieser stolzen Re-publik, das durch seine Thaten zur See so berühmt ist, zu würdigenwissen sollten?"
„Ich weiß nicht, Sennor, aber Viele halten es für etwas sehrUnvorthcilhafteS, wen» man nicht zu Spanien und insbesonderenicht zu Castilien, dem Vaterlande der Donna Jsabella gehört, undwie könnte eS gleich ehrenvoll sehn, ein Genuese oder ein Spanierzu heißen? Mir wäre es lieber, Pepe führe mit einem Spanier,und zwar noch obendrein mit einem von PaloS oder Moguer."
„Dein Grund ist sinnreich, wenn auch nicht richtig," erwiederteColumbus mit einem Lächeln — dem einzigen äußern Zeichen seinerGefühle, „aber kann ein Mann, der arm und ein Genuese ist, nichtauch Gott dienen?"
„Ohne Zweifel, Sennor, und ich denke besser von dieser Reise,seit ich Euren Beweggrund kenne und Euch selbst gesprochen habe.Aber es ist doch ein großes Opfer für ein Weib, ihren Mann aneiner Reise Theil nehmen zu lassen, die man mit solchem Mißtrauenbetrachtet — ihn, den Vater ihres einzigen Kindes."
„Hier ist ein junger Edler, ein einziger Sohn, ein Liebendermit den ungestümsten Gefühlen, reich, angesehen und in der Lage,hinzugehen, wo er will, der sich nicht nur mit mir eingeschifft, son-dern cs auch mit der Einwilligung, ja ich würde besser sagen, aufdas Geheiß seiner Geliebten thut."
„Ist das wahr, Sennor?" fragte das Weib lebhaft.
„So wahr, meine gute Frau, daß ich meine schönsten Hoff-nungen an diese Reise knüpfe. Sagte ich Dir nicht, daß ich aufdas Geheiß eines Engels gehe?"
„Ach! diese junge Herren haben verführerische Zungen; aberSennor Aomiral — denn das ist doch Euer Titel— sie sagen nochaußerdem, daß Euch diese Reise nur Ehre und Gut einbriugen könne,während sie Elend und Tod auf Eure Begleiter häufe. Sie macheEuch aus einem armen Unbekannten zu einem hohen Osficier der