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Das Weib schien verwirrt und blickte zuerst auf den Admiral,dann auf ihren Mann, bückte darauf ihr Haupt bis zur Erde,und bekreuzte sich andächtig. Als sie sich wieder aus ihrer Zer-knirschung aufgerichtet hatte, wandte sie sich auf's Neue an Co-lumbus und fragte mit feierlichem Ernste:
„Und Ihr, Sennor? wollt Ihr diese Reise in der Absicht undHoffnung, Gott zu dienen, unternehmen?"
„DaS ist mein Hauptziel, gute Frau. Der Himmel seh meinZeuge, daß ich wahr rede. Möge meine Reise nur dann glück-bringend sehn, wen» ich Dir die lautere Wahrheit sage."
„Und auch Ihr, Sennor," sie wandte sich rasch an Luis deBobadilla — „wollt auch ihr im Dienste Gottes diese ungewöhn-liche Fahrt wagen?"
„Wenn auch nicht auf unmittelbare» Befehl Gottes, meinegute Frau, so geschieht es doch auf das Geheiß eines Engels."
„Ist es Dir auch so, Pcpe? Hat man uns also hintergangen,wenn man uns so viel Böses von dem Admiral und seinen schlimmenBeweggründen erzählte?"
„Was hat man Dir denn erzählt?" fragte ColumbuS ruhig.„Sprich unverhohlen, Du hast nichts von meinem Mißfallen zubefürchten."
„Sennor, Ihr habt so gut Eure Feinde als ein Anderer, unddie Weiber, Mütter und Bräute von PaloS sind nicht müßig gewesen,ihren Gefühlen Luft zu machen. Zuerst sagen sie, Ihr seyd arm."
„Das ist so wahr und offenkundig, gute Fra», daß eSfruchtlos wäre, es in Abrede zu ziehen. Ist Armuth in PaloSein Verbrechen?"
„Der Arme ist in dieser ganzen Gegend nur wenig geachtet,Sennor. Ich weiß nicht warum, denn mir kömmt'S vor, als sehenwir so gut wie die Nebligen; aber nur Wenige achten uns. Dannsagen sie, Ihr seyd kein Castilianer, Sennor, sondern ein Genuese."
„DaS ist auch wahr. Ist dieß auch unter den Matrosen von