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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Achtung Donna JsabellaS würdig ist, aber Deine Bewunderungfür diese edle Jungfrau, die Dir so fern, als die über unserenHäuptern hinsegelnden Wolken steht, kann kaum auf vernünftigenHoffnungen beruhen."

Du kannst dieß nicht wissen, Vater. Wenn unsere Fahrt nachWunsch ausfällt, werden Alle, die sich dabei betheiligt haben, zuhohen Ehren gelangen, und warum sollte mir nicht, eben sogut als einem Andern, ein Gleiches werden?"

Du magst hierin wohl Recht haben, aber was die Donnaanbelangt"

Der FranSziSkaner hielt inne, denn er war im Begriff, einBeichtgeheimniß zu verrathen. Er war in der That ein Zeuge vonMercedes Zerknirschung gewesen, deren Hauptursache in ihrer Liebezu Luis de Bobadilla bestand, und wirklich hatte auch er zuerst ineiner Art frommen, unbewußten Betrugs auf die Mittel hingedeu-tet, durch welche die Wanderlust des jungen Edlen zum Vortheileseiner Liebe gekehrt werden könnte. Sein Geist war jetzt so hin-genommen von den Blicken, die er in die Reinheit und Unschuldjenes Herzens gethan hatte, daß er fast zum Ueberfließcn kam;aber Gewohnheit und Amtspflicht thaten in Zeiten Einsprache under erlaubte sich nicht, den Namen auSzusprechen, der auf seinenLippen zitterte. Seine Gedanken nahmen jedoch ihren Gang fort,und seine Zunge lieh dem Theile derselben, den er für unverfäng-lich hielt, Worte.

AlonzoS Begrüßung zu Folge bist Du weit in der Welt her-umgekommen, mein Sohn," fuhr er nach einer kurzen Pause fort.Kamst Du nie mit einem gewissen castilianischen Ritter, NamensDon Luis de Bobadilla, einem Granden, der auch den Titel einesGrafen de Llera führt, zusammen?"

Ich kümmere mich wenig um die Titel eines vornehmen Herrn,"versetzte Luis ruhig, indem er den Ansichten des Franziskaners einestolze Gleichgültigkeit entgegen zu setzen beabsichtigte;aber ich