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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
Entstehung
Seite
213
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Reisegefährte wäre, oder in der Gegenwart Boabdills von Granadaauch thun würde, wenn etwa dieser unglückliche Monarch den Thron,von dem er erst kürzlich gestürzt wurde, wieder besteigen und seinen Adelgegen die Ritter des christlichen Spaniens zum Angriff führen würde."

Das find wohl schöne Worte, mein Sohn, undaufrichtiggesprochen, in einem ziemlich herausfordernden Tone vorgebracht;aber fie werden Dir bei diesem Genuesen nichts nützen, denn erhat etwas in sich, was sich nicht einmal durch die Gegenwart un-serer gnädigsten Gebieterin Donna Jsabella zurückdrängen läßt."

Du kennst die Königin, frommer Mönch?" fragte Don Luis,indem er in der Freimüthigkeit seiner Anrede seines angenommenenCharacters vergaß.

Ich muß wohl ihr innerstes Herz kennen, mein Sohn, da ichgar oft die Sprache ihres reinen und demüthigen Geistes im hei-ligen Beichtstuhl vernahm. So sehr fie auch von den Castiliancrngeliebt wird, so können doch nur ihre Beichtväter die wahre geistigeHöhe dieser frommen Fürstin und vortrefflichen Frau würdigen."

Don Luis räusperte sich, spielte mit dem Griffe seines Degensund machte dann, wie gewöhnlich, den Gedanken, welche ihn geradeam meisten beschäftigten, Luft.

Hast Du es in Folge Deines priesterlichen Amtes je auch füruöthig gefunden, Vater," fragte er,die Beichte einer Jungfrauam Hofe zu hören, die bei der Königin in hoher Achtung steht,und deren Geist, wie ich verbürgen kann, eben so rein ist, alsselbst der Donna Jsabella'S?"

Mein Sohn, Deine Frage zeigt, daß Du besser thätest, nachSalamanka zu gehen, um Dich in der Geschichte, den Gebräuchenund dem Glauben der Kirche unterrichten zu kaffen, als daß DuDich in ein Abenteuer einließest, und wäre es selbst so empsehlenS-werth, als das unserS Colon. Weißt Du nicht, daß es dem Priesternicht gestattet ist, die Geheimnisse des Beichtstuhles zu verrathen,oder Vergleichungen zwischen den Büßenden anzustcllen? Und ist