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„Dort wagt sich dem Bernehmen nach Niemand, dessen Haut durchdie Sonne des OceanS ein wenig erwärmt worden ist, auf dieStraßen, um nicht auf einem Wege, den keiner je anders, als inGedanken bereist hat, nach Cathay gesendet zu werden. Doch seydem wie ihm wolle — cS gibt einen Freiwilligen, Sennor Colon, dergeneigt ist, Euch, wenn die Erde flach ist, bis an die äußersteGränze derselben zu folgen, und auch rund um dieselbe herum,wenn sie sich als Kugel erweisen sollte; und dieser Freiwillige istein gewisser Pedro de MunnoS, der sich Euch anschließt, nicht ausschmutzigem Durst nach Gold oder nach etwas Anderem, was dieMenschen gewöhnlich Werth halten — sondern ans reiner Lust anAbenteuern, diese vielleicht noch etwas gehoben und veredelt durchdie Liebe zur reinsten und schönsten Jungfrau von Castilien."
Fray Juan Percz betrachtete mit großen Augen den Reden-den, dessen freies Benehmen und offene Sprache ihn nicht wenig über-raschte»; denn eS war ColumbuS, sogar ehe er noch den Rangeinnahm, der ihm kürzlich durch Jsabella'S Willen übertragen wor-den war, gelungen, so viele Hochachtung einzuflößen, daß sich nurWenige in seiner Gegenwart mit einer solchen Ungebundenheitzu reden erlaubten. Der gute Mönch ahnete freilich nicht, daßer in der Person des Pedro de MunnoS einen Mann vor sich habe,der, obgleich er hier keine amtliche Stellung einnahm, dem Rangenach doch noch höher stand; er konnte sich daher nicht entbrechen,sein Mißvergnügen über das eine solche Ungezwungenheit in Spracheund Benehmen gegen Männer, die er selbst mit so viel Achtung zubehandeln gewohnt war, aus'S Neue auszudrücken.
„Es kömmt mir fast vor, Sennor Pedro de MunnoS," sagteer, „wenn dieses wirklich Dein Name ist — obgleich der TitelHerzog, MarguiS oder Graf eher mit Deinem Benehmen imEinklang stehen würde — als ob Du Seine Ercellenz den Admiralmit derselbe» Freimüthigkeit, wie den würdigen Martin Alonzo,unser» Nachbarn, behandeltest. Ein Untergeordneter sollte sich