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Gemüthsart eine« Anderen kennen lernen, und in der That, dieserSennor Pinzon hat mich in Beidem befriedigt."
„Du bist zu jung, mein Sohn, um zu einem Urtheil übereinen Seemann von Martin Alonzo'S Jahren und Erfahrung be-rechtigt zu sehn," warf der Mönch ein. „Er steht in dieser Ge-gend sehr im Rufe, und ist nicht unbemittelt. Demungeachtet freutes mich aber, zu hören, daß er hinsichtlich dieser großen Reise nochimmer die gleichen Gesinnungen hegt, denn in der letzten Zeit kameS mir vor, als ob auch er zu wanken begänne."
Don Luis hatte sich über den großen Mann dieser Gegendmehr wie ein Bobadilla, und nicht wie es seinem angenommenenNamen Munnos zustand, ausgesprochen; und ein Wink aus ColonsAuge erinnerte ihn, daß er in solcher Verhüllung seinen wahrenRang vergessen müsse.
„Dicß ist in der That ermuthigend," bemerkte der Seefahrer,und gibt uns eine hellere Aussicht für Cathay. Ich glaube, Dusagtest, Du habest zwischen Moguer und P-loö unfern alten Be-kannten, den guten Alonzo, gesprochen?"
„Es ist so, Sennor; auch war er es, der mir sagte, ichwerde den Admiral hier finden. Er gab Euch den Titel, welchendie Gnade der Königin Euch ertheilt hat, und ich achte dieses fürkein geringes Zeichen der Freundschaft, da die Meisten, mit welchenich in dieser Gegend verkehrt habe, geneigt zu sehn schienen, Euchlieber mit jedem anderen Namen zu nennen."
„ES braucht sich Niemand bei dieser Unternehmung zu be-theiligen," erwiederte der Seemann ernst, als ob er den Jünglingermahnen wolle, jetzt noch die Gelegenheit, sich von dem Wag-nisse zurückzuziehcn, zu ergreifen, wenn ihm dieß passend scheine— „wenn er es nicht gerne thut, oder Mißtrauen in meine Kennt-nisse setzt."
„Bei St. Pedro, meinem Schutzheiligen! zu PaloS und Mo-guer spricht man anders, Sennor Admiral," erwiederte Luis lachend.