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So kühn auch das Unternehmen in seinem Entwurf und scrwichtig es in seinen Folgen war, so sollte die Abfahrt doch nichtaus einer der wichtigeren Seestädte von Spanien statt finden. DieBefehle zu Beischaffung der nöthigcn Mittel waren an einen Ha-fen von sehr untergeordnetem Range ergangen, der sich für diesenDienst durch nichts anderes als durch kühne Matrosen und seineLage außerhalb der Straße von Gibraltar, welche hin und wiederdurch afrikanische Seeräuber unsicher gemacht wurde, zu empfehlenschien. Anderen Berichten zu Folge soll sogar dieser Ort zurSühne irgend eines Vergehens — in Folge dessen er verurtheiltworden war, der Krone ein Jahr lang mit zwei bewaffneten Ca-ravelen zu dienen — mit diesem Auftrag belastet worden sehn. SolcheStrafen scheinen einen Theil der Politik eines Zeitalters gebildet zuhaben, in welchem die Flotten gewöhnlich durch Landsoldaten be-mannt wurden und die Seemacht fast nur in Abgaben bestand, dieman den Seehäfen auflegte.
PaloS de Moguer, der Ort, welcher diesen Strafzoll zu ent-richten hatte, war schon am Schluffe des fünfzehnten Jahrhundertsnur eine unbedeutende Stadt und ist seit dieser Zeit zu einem arm-seligen Fischerdorfe herabgesunken. Wie an den meisten, von derNatur wenig begünstigten Plätzen war seine Bevölkerung kühn undwagehalfig, soweit nicht die Unwissenheit jener Periode dem MutheSchranken setzte. Man fand dort keine stattliche Caracken, da dieBewohner durch ihr Gewerbe und ihre Mittellosigkeit auf die Be-nützung der leichteren Caravelen und der noch unbedeutenderen Fe-lunken angewiesen waren. In der That bestand auch aste Unter-stützung, welche ColumbuS durch jahrelange Gesuche von den zweiKronen zu erwirken im Stande gewesen war, in dem Befehle, ihmdie zwei erwähnten Caravelen, sammt den Officieren und Soldaten,welche stets die Bemannung zum königlichen Dienste bestimmterSchiffe bildeten, zur Verfügung zu stellen. Der Leser darf jedochnicht glauben, daß dieses Verfahren seinen Grund in einem Mangel