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um andere Tollköpfe zu veranlassen, das Gegentheil zu behaupten,damit sie dann ihre Tapferkeit und ihre ritterliche Galanterie zurSchau tragen können."
„Das kömmt daher, weil man Dich so viel in Donna Bcatriz'SPrivatgemächern einschließt, damit ja kein kühnes spanisches Augemit ungeweihten Blicken Deine Schönheit betrachte, Mercedes. Wirleben nicht in dem Zeitalter der irrenden Ritter und der Troubadours,wo die Menschen tausend Thorheiten begingen, um schwächer zuerscheine», als sie die Natur geschaffen hatte. In jener Zeit führtendie Ritter immer die Liebe auf der Zunge, wir aber haben sie imHerzen. In der That, ich glaube, dieß schmeckt etwas nach der tiefenMoral der Pepita."
„Sage nichts gegen Pepita, Luis! Sie hat sich heute sehr alsDeine Freundin bewiesen, sonst würden Deine Zunge und auchDeine Augen noch unter dem Zwange ihrer Gegenwart stehen. WasDu aber die Moral der guten Dnenna nennst, ist in der That auchdie der sehr vortrefflichen und sehr edeln Donna Beatriz de Cabrera,Marquise von Moya, die, wie ich glaube, eine geborene Donna deBobadilla ist."
„Nun, nun, ich darf wohl sagen, daß in der Zurückgezogenheitdes CabinetS kein großer Unterschied zwischen den Vorlesungen einerHerzogin und den Vorlesungen einer Duenna statt finden mag, wenn cSein so reiches, schönes und tugendhaftes Mädchen zu hüten gilt.Sie erzählen euch jungen Mädchen, daß wir Cavaliere lauter Währ-wülfc sehen, und bezeichnen es euch als den einzigen Weg zum Paradies,nur Schlimmes von uns zu denken; dann aber, wenn man sich einmalüber eine paffende Heirath entschieden hat, bestürmt man plötzlich dasarme junge Wesen mit einem Befehl, hervorzutrete», und sichunverzüglich gerade mit einem von diesen Ungeheuern zu vermählen."
„Du bist freilich ganz in dieser Weise behandelt worden! Esscheint fast, daß man sich viele Mühe gibt, junge Leute beider Ge-schlechter zu bewegen, übel von einander zu denken. Aber, Luis,