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„Nun, theures Kind, der edle Ritter ist im Begriff, von Liebszu sprechen."
„Und ist Dir die Sprache der Liebe so ungewohnt, daß Dusie fürchtest? Hast Du denn je von etwas anderem als von Liebegesprochen, seit Du mich kennst und für mich Sorge trägst?"
„Es ist eine schlimme Vorbedeutung für Eure Bewerbung, Sen-nor!" sagte Pepita lächelnd, während sie einen Augenblick die Be-wegung der Hand anhielt, welche im Begriffe war, die Thüre zuschließen — „wenn Donna Mercedes von Eurer Liebe denkt, wievon der »reinigen. — Gewiß, Kind, Du hältst mich nicht für einenlebensfrohe», tapfer», jungen Ebeln, der da gekommen ist, seineSeele zu Deinen Füßen auszuströmen, und verwechselst nicht meineeinfachen, wohlmeinenden Worte mit solchen, wie sie wahrscheinlichvon der Honigzunge eines Bobadilla fließen werden, der die Ab-ficht hat, um das schönste Mädchen von Castilien zu freien."
Mercedes bebte, denn obschon fle die Unschuld und Reinheitselbst war, so hatte sie doch ihr Herz den Unterschied zwischen derSprache ihres Liebhabers und der Sprache ihrer Amme kennen ge-lehrt, ungeachtet die eine wie die andere nur Liebe anödrückte. Sieließ die Thüre loS und bedeckte unwillkührlich mit beiden Händenihr von Purpur glühendes Antlitz. Pepita benützte diesen Bortheilund schloß die Thüre. Ein triumphirendeS Lächeln leuchtete aufLuis' schönen Zügen, und nachdem er mit sanfter Gewalt seine Ge-liebte genöthigt. hatte, den Sessel, von dem sie sich erhoben, umihm entgegen zu gehen, wieder einzunehmen, warf er sich selbst zuihren Füßen auf einen Schemel, brachte sich dabei in eine Lage, diees ihm möglich machte, in das liebliche Antlitz seiner wie ein Idolverehrten Dame zu blicken, und nahm die Unterhaltung wieder auf.
„Das ist ein Ausbund aller Duennen," rief er, „und ich hättewissen können, daß keine von der übelgelaunten, unvernünftigenKlaffe solcher Geschöpfe in der Nähe Deiner Person geduldet werde.Diese Pepita ist ein Kleinod, und sie kann sich darauf verlassen,