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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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viele Einwendungen gegen diese Zusammenkunft, die ihrer Meinungnach gegen alle bei edlen Fräulein üblichen Regeln verstößt, unddie, wie sie sagt, von meiner armen seligen Mutter, wenn sie nocham Leben wäre, nimmer geduldet worden wäre."

Ja! sie hat ein AeußereS, das an sich schon hinreichte, jedeswackere Gemüth gegen sie in Harnisch zu bringen. Man kann injeder Falte ihres häßlichen Gesichtes merken, wie sie Dir DeineSchönheit und Jugend neidet."

Dann kennst Du meine vortreffliche Pepita wenig, denn siekennt keinen Neid und hat nur eine einzige hervortretende Schwä-che, nämlich zuviel Liebe und zuviel Nachsicht für mich."

Ich kann die Duennas nicht leiden, sie sind mir wider-licher als die Ungläubigen."

Sennor!" sagte Pepita, deren treues Ohr ungeachtet ihresBuchs und ihrer Predigten Alles gehört hatte, was gesprochenworden war,ich fürchte, daß alle junge Cavaliere Eure Ansichttheilen, aber man sagt, daß dieselbe Dnenna, welche dem Liebha-ber so unangenehm war, oft ein gar geschätzter Gegenstand werde,wenn er einmal ein Ehemann geworden sep. Da Euch jedochmeine Züge und meine Runzeln so gar mißfallen, ja Euch ohneZweifel Unlust verursachen, so wird das Schließen dieser ThüreEuch den Anblick derselben am besten entziehen, und in der Thatauch den Ton meines lästigen Hustens, wie den Eurer Liebesbe-theurungen unvernehmlich machen, Sennor Ritter!"

Sie sagte dieß in einer besseren Mundart, als bei den Wei-bern aus der Klaffe der Duennas gewöhnlich war, und mit einerGuimüthigkeit, welche nichts zu überwältigen schien, da sie durchLnis' muthwillige Bemerkungen nicht im mindesten gestört wurde.

Du sollst die Thüre nicht schließen, Pepita," rief Mercedes,mit einer rosigen Gluth auf den Wangen, indem sie vorwärts eilte,um sich der Absicht der Dnenna zu widersetzen.Was kann derConde de Llera mir zu sagen haben, ohne daß Du eS hören dürstest?"