seine Hoffnungen kund gab, und er wäre vielleicht in jenemAugenblicke selbst nicht wenig verlegen gewesen, wenn er sich vonseinen Gefühlen hätte Rechenschaft geben wollen. Das Gemäldeder Reichthümer, welches ColumbuS heraufbeschworen hatte, warebenso verlockend, als cs das kalte Mißtrauen und die berechnendeVorsicht des Königs zweifelhaft erscheinen ließ. Jsabella dachte anNichts, als an das fromme Sehnen ihrer reinen Seele, die Un-gläubigen zu bekehren und zu retten, und so hatte jedes von denbeiden Herrschern seinen Lieblingsbeweggrund, um sie an die För-derung der Reise zu fesseln.
Die Unterhaltung führte jetzt mehr in'S Einzelne. Die vonColumbuS geforderten Hauptbedingungen kamen wieder zur Spracheund wurden von denen, die am meisten in der Sache betheiligtwaren, gebilligt. Jeder Gedanke an den Erzbischof und seine Ein-würse waren für den Augenblick vergessen, und wäre der Genueseein Monarch gewesen, der mit Monarchen verhandelt, so hätte ernicht mehr Ursache haben können, der Achtung Anerkennung zuzollen, mit der seine Bedingungen angehört wurden. Selbst seinVorschlag, gegen einen Beitrag des achten TheileS der Kosten vonseiner Seite ihm den entsprechenden Anthcil an dem Gewinne dieserund aller künftigen Entdeckungsreisen zu genehmigen, wurde gernezugestanden — eine Einräumung, welche ihm auf einmal gleiche Be-rechtigungen, wie der Krone, an dem Nachtheil oder Gewinn dervielen Unternehmungen anwieS, die, wenn der erste Versuch glücklichaussiel, zu hoffen standen.
Luis de St. Angel und Alonzo de Quintanilla verließen mitColumbuS das königliche Gemach. Sie begleiteten ihn nach seinerWohnung und verließen ihn mit einer Achtung und Herzlichkeit,welche einem Herzen, das kurz vorher noch so gebrochen und hoff-nungSleer gewesen war, ungemein wohlthat.
Auf ihrem Heimgange eröffnetc der Elftere, welcher ungeachtetder Freimüthigkeit seiner Ansichten und der kräftigen Unterstützung,