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Natur zurück. Mit einem gebieterischen Aeußern und einer Würde,die durch die Großartigkeit seiner Entwürfe noch erhöht wurde,verband Columbus den nüchternen Ernst einer tiefwurzelnden undAlles durchdringenden Begeisterung, welche allem, was er sagteund that, den lieblichen Stempel der Wahrheit und Biederkeit auf-driickte. Kein Zug seiner Seele war hervortretender als sein Ge-fühl für das Recht, — für ein Recht nämlich, wie es mit denAnsichten des Zeitalters im Einklänge stand — und es ist ein merk-würdiger Umstand, daß das größte Unternehmen der neueren Zeitenvon der Vorsehung — man möchte sagen, nicht ohne besondereAbsichten — der Ueberwachung einer Fürstin und den Händen einesFührers anvertraut wurde, welche beide in gleicher Weise in demBesitze eines so seltenen Characterzuges waren.
„Ich danke Euch, Sennor, für diesen Beweis von Vertrauen,"erwiederte die Königin, zugleich überrascht und erfreut, „und solange mir Gott die Macht gibt, zu leiten, und die Einsicht, zuentscheiden, sollen Eure Interessen sowohl, wie die eines so langewerth gehaltenen Planes gewahrt werden. Wir dürfen aber denKönig von unserem Bunde nicht ausschließcn, da er sich doch end-lich unseren Ansichten zugewandt hat und jetzt ohne Zweifel ebenso ängstlich des Ausgangs harrt, als wir selbst."
Columbus verbeugte sich beistimmend, und die eheliche LiebeJsabellenS begnügte sich mit diesem Zugeständnisse, welches demCharacter ihres Gatten zu Theil wurde. Denn wenn es gleich un-denkbar war, daß eine Dame von so reinem und warmem Gefühlfür die Sache der Tugend, und von solcher Nncigennützigkeit alsdie Königin, die Selbstsucht in Ferdinands verschlagener Politiknicht hätte entdecken sollen, so überwogen doch die Gefühle des Wei-bes den Scharfblick der Fürstin so weit, daß sie blind gegen Mängelblieb, bei denen die Feinde AragonS so gerne verweilten. DieTreue JsabellenS in ihre» Versprechungen war anerkannt, aberFerdinand stand bei seinen Zeitgenossen weder hinsichtlich seiner