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die Unterhaltung mit Luis de St. Angel und Alonzo de Quinta-nilla nach einige Minuten fort, ohne daß Jemand es wagte, sichin die geheime Besprechung zu mengen, welche Jsabella seitwärts mitihrem Gemahl hielt. Die Königin war ernst und augenscheinlichsehr aufgeregt, Ferdinand aber behielt seine gewohnte Kälte bei,obgleich sich in seinem Benehmen jene tiefe Achtung aussprach,die ihm Jsabella früh durch ihren Charakter eingeflößt hatte unddie sie auch die ganze Zeit ihrer Ehe über sich zu erhalten wußte.Den Höflingen war eine solche Familienscene nichts Neues,da der König eben so sehr um seiner verschlagenen Klugheit willen,als die Königin, wenn sie ein edler Beweggrund begeisterte, wegenihrer hochsinnigen und offenen Glut im Rufe stand. Diese abge-schlossene Besprechung dauerte eine halbe Stunde, wobei die Königinhin und wieder inne hielt, um Acht zu haben, was bei der andernGruppe vorging, und dann wieder auf ihre eigenen Argumentationengegen ihren Gatten zurückkam.
Endlich verließ Jsabella die Seite Ferdinands, der kaltblütigwieder die Lectüre einer Schrift aufnahm, und ging langsam aufdie vielfach bewegte Gruppe zu, welche nunmehr einstimmig und sogarlauter, als es die Nachsicht einer so sanften Herrin für gut fand,ihr Bedauern über Colon'S Entlassung ausdrückte. Ihre Absicht,die allzugroße Lebhaftigkeit der Erörterung durch ihre Gegenwartin die Schranken zu weisen, wurde jedoch schnell durch einen Blickauf Mercedes' Antlitz vereitelt, welche allein dasaß, ihre Arbeitnachlässig in dem Schooß liegen hatte und ängstlich auf das Ge-spräch horchte, das alle ihre Gefährtinnen in den gemeinsamen Kreisgezogen hatte.
„Du nimmst keinen Theil an dieser lebhaften Unterhaltung,Kind," bemerkte die Königin, indem sie bei dem Stuhle unsererHeldin stehen blieb und einen Augenblick ihr beredtes, ausdrucksvollesAntlitz betrachtete; „hast Du alles Interesse für Colon verloren?"
„Ich schweige, Sennora, weil es der Jugend und Unwissenheit