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junge Mann beim Scheiden nicht unterdrücken konnte. Sie trenntensich ungefähr eine halbe Stunde vor der Stadt, und Jeder zogseines Weges — Don Luis de Bobadilla jedoch mit einem von Un-willen schwellenden Herzen über die unwürdige Behandlung, welchesein »euer Freund erfahren hatte.
Columbus reiste mit ganz anderen Gefühlen weiter. Siebenmühevolle Jahre hatte er sich um den Beistand der Herrscher undEdeln Spaniens zum Zwecke seiner Unternehmung beworben. Wieviel Entbehrung, Verachtung, Spott und sogar Haß hatte er indieser langen Zeit geduldig über sich ergehen lassen, nur um dieleichte Stütze nicht aufzugeben, die ihm von einigen edleren underleuchteter» Geistern der Nation geboten wurde! Er hatte umBrod gearbeitet, während er die Großen mit Bitten bestürmte, ihnin den Stand zu setze», sie noch mächtiger zu machen; er hattejeden Strahl von Hoffnung, wie schwach er auch seyn mochte, mitEifer und Freude erfaßt und jede Täuschung mit einer Standhaftigkeitertragen, die nur das Eigenthum der erhabensten Seelen ist.Gegenwärtig aber sollte er das härteste von Allem, was ihm jebegegnet war, erleiden. Der Umstand, daß ihn Jsabella zurück-rufen ließ, hatte in ihm eine Zuversicht geweckt, die seinem Herzenlange fremd gewesen war, und er erwartete das Ende der Bela-gerung mit der ernsten Ruhe, welche seines Entwurfes sowohl, alsauch seines philosophischen CharacterS würdig war. Endlich schwiegdas Getümmel des Krieges; jetzt sollten aber auch alle seine schönenHoffnungen zu Grabe getragen werden. Er war der Meinunggewesen, daß man seine Beweggründe verstehe, den Umfang seinerEntwürfe fühle und seinen Characler zu würdigen wisse, undmußte jetzt finden, daß man ihn für einen träumerischen Project-macher halte, seinen Absichten mißtraue, und seine angebotenenDienste verschmähe. Kurz — die glänzenden Erwartungen, welchedie mühevollen Stunden vieler Jahre erheitert hatten, waren mitEinem Tage verschwunden, und er empfand diese Täuschung um so