ganz so, wie sie einem jungen und unternehmenden Edel» ziemen, aberich kann Dein Anerbieten nicht annehmen. Es stünde ColnmbuSübel an, sich des Goldes eines so vertrauensvollen Herzens und dabeiso unerfahrenen Kopfes zu bedienen, und zudem gibt es noch größereHindernisse, als den Geldmangel. Mein Unternehmen bedarf der Unter-stützung irgend eines mächtigen Fürsten. Selbst Guzman hielt seinAnsehen nicht für hinreichend, um einen so großartigen Plan zur Aus-führung bringen zu können. Wenn wir die Entdeckungen nicht imNamen eines mächtigen Beschützers machen, so haben wir fürAndere gearbeitet, ohne etwas für uns zu erringen, da der Por-tugiese, oder was immer für ein anderer Monarch, wenig darandenken würde, uns zu belohnen. Ich fühle, daß ich bestimmt bin,dieses große Werk zu vollführen, und dieß muß in einer Weisegeschehen, welche der Majestät des Gedankens und der Großartigkeitdes Gegenstandes angemessen ist. — Doch hier, Don Luis, müssenwir scheiden. Wenn mein Gesuch am Hofe von Frankreich einenbessern Fortgang hat, so hörst Du weiter von mir, denn nichtskann ich eifriger wünschen, als von Herzen und Händen, wie dieDeinigen, unterstützt zu werden. — Doch mußt Du Deinem Glückenicht selbst unbesonnen in den Weg treten, da ich nun in Castilienein gefallener Mann bin. ES würde Dir wohl nicht zum Vortheilgereichen, wenn es bekannt würde, daß Du noch immer eine Ver-bindung mit mir unterhältst — ich wiederhole eS daher, hier müssenwir uns trennen."
Luis de Bobadilla versicherte, daß es ihm gleichgültig sey,was Andere von ihm dächten, aber der erfahrnere ColnmbuS, derin Sachen, welche ihn selbst betrafen, so hoch über dem Geschreides Volkes stand, fühlte ein edles Widerstreben, dem vertrauendenJünglinge zu gestatten, seine Hoffnungen den freundlichen Gesin-nungen, welche Luis für ihn hegte, zum Opfer zu bringen.Der Abschied war warm, und das Herz des Seefahrers erglühte,als er Zeuge der aufrichtigen und edlen Wallung war, welche der