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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Donna Jsabella, aber wir können doch ans seinen Handlungen und An-maßungen Folgerungen ziehen. Was steht wohl für die Würde der bei-den Kronen zu hoffen, wenn er erst ungcbnnden und ohne Aufsicht han-deln kann? Ich gebe zu, er ist ernst, gefällig und zeigt weder in seinenReden, noch in seinem Benehmen die Leichtfertigkeit der Hofwelt"Jsabella lächelte, ohne etwas zu erwiedern, da ihr geistlicher Bereitstergewöhnt war, freimüthig zu tadeln, und in der Königin stets auf eine de-müthige Zuhörerin rechnen durftewo man in unfern Tagen eben keinebesonderen Muster der Nüchternheit und Gottergebenheit findet. Abersolche Eigenschaften können vorhanden sehn, ohne daß sie durch denGeist für den Himmel geweiht find. Was nützen Ernst und Würde,wenn sie nur dazu dienen, einen aufgeblasenen Stolz und eine un-gebundene Habsucht zu unterstütze»? denn Ehrgeiz ist eine viel zuedle Benennung für eine solche Gier. Bedenkt nur das eigentlicheWesen seiner Forderungen, Sennora. Dieser Colon verlangt fürimmer den hohen Rang eines Stellvertreters des Königs, nichtnur für seine eigene Person, sondern auch für seine Nachkommenauf ewige Zeiten, mit dem Titel und der Macht eines Admiralsüber alle anliegenden Meere, wenn er je irgend eines seiner so sehrgepriesenen Länder entdecken sollte, ehe er einwilllgen will, den Be-fehl über gewisse Euren Hoheiten zugehörig- Schiffe zu übernehmen, ein Auftrag, der an sich schon zu ehrenvoll für einen Mann ist,von dem man so wenig weiß. Sollten seine höchst übertriebenenVorspiegelungen in Erfüllung gehen, und es ist doch wahrscheinlicher,daß sie durchaus sehlschlagen so würden diese Anforderungendurchaus in keinem Berhältniß mit seinen Diensten stehen, währendim Falle eines unglücklichen Erfolgs die Namen von Castilien undAragon zum Gelächter würden, und auch ein Schatten auf diekönigliche Würde fallen müßte, weil sie sich durch einen Abenteurertäuschen ließ. Der Ruhm dieser letzten Eroberung würde durcheinen so unglücklichen Mißgriff sehr nothleiden."

Tochter Marquise!" bemerkte die Königin und wandte sich