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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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würdigen wußte, um sich von seinen eigenen großartigen Entwürfenabbringen zu lassen nach einer andern Richtung verschwand.

Ferdinand von Talavera war ein Mann von Wort und als Beicht-vater der Königin hatte er jeder Zeit Zutritt zu derselben. Nocherfüllt von dem Gegenstände der eben geendigten Besprechung, schluger seinen Weg unmittelbar nach den Privat-Gemächern der Königinein, und wurde unverzüglich Vorgelaffen. Jsabella vernahm seinen Be-richt mit Empfindlichkeit und Bedauern, denn sie hatte angefangen,die Ausführung dieses außerordentlichen Unternehmens sich sehr an-gelegen sehn zu lassen; aber der Einfluß deS Erzbischofs war sehrgroß und das königliche Beichtkind kannte die Aufrichtigkeit undFrömmigkeit seines Herzens.

Es ist nicht nur Anmaßung, es ist Unverschämtheit, Scn-nora," fuhr der gereizte Geistliche fort.Dieser bettelhafte Aben-teurer verlangt Ehren und Würden, die allein Gott und seinenGesalbten, den Fürsten der Erde, gehören. Wer ist dieser Colon? ein namenloser Genuese ohne Rang, Verdienst und Bescheiden-heit, und doch trägt er sich mit seinen Anforderungen so hoch, alses nicht, einmal ein Guzman wagen würde."

Er ist ein guter Christ, mein heiliger Prälat," antworteteJsabella sanft,und scheint eine Freude daran zu haben, Gott zudienen und zu seiner Verherrlichung beizutragen, denn er wünschtja, der Ausbreitung seiner sichtbaren und allgemeinen Kirche Vor-schub zu thun."

Wahr, Sennora, aber doch mag auch hierin eine Täuschungliegen."

Nein! Herr Erzbischof, ich glaube nicht, daß bei diesem ManneTäuschung zu finden ist, denn eine so freimüthige Sprache und eineso männliche Haltung ist sogar unter den Mächtigsten nur seltenanzutreffen. Er behelligt uns schon seit Jahren mit seinem Gesucheund doch kann ihm keine niedrige Handlung zur Last gelegt werden."

Ich möchte das Herz dieses Mannes nicht zu hart beurtheilen,Donna Mercedes. Ae Ausl. s