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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
Entstehung
Seite
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diese hohe Ehre ohne Kosten haben, während er, wenn dieseshöchst unwahrscheinliche Projekt einige Vortheile einbringt, einVizckönig wird, der sich demüthig mit den Einkünften der Kirchebegnügt."

Diese Bemerkung schien allem Schwanken ein Ende zu machen,und die ganze Versammlung stand auf, als ob die Sache keiner wei-tern Verhandlung mehr Werth seh. Um jedoch wenigstens den Anscheinvon Unparthcilichkeit und Besonnenheit zu wahren, wandte sich derErzbischof noch einmal an Colnmbus, und sprach jetzt in der sichernHoffnung, seinen Zweck zu erreichen, in sanfterem Tone zu ihm:

Ich frage Euch zum Letztenmal, Sennor,ob Ihr auf diesenunerhörten Bedingungen beharren wollt?"

Auf diesen und keinen andern," sagte ColumbuS mit Festig-keit.Ich kenne die Größe der Dienste, welche ich leiste» werde,und will sie nicht selbst herabwürdigen. Nein, ich habe nicht dieAbsicht, ihren Werth zu schmälern, indem ich mich mit etwas Ande-rem begnüge. Aber, Herr Erzbischof, und auch Ihr, edler Sen-nor, der Ihr meine Ansprüche so leichthin behandelt, ich bin bereit,außer der Gefährdung meines Leibes, Lebens und Rufes auch nochGold daran zu setzen. Ich will den achten Theil der nöthigenSumme beischaffen, wenn Ihr in dem gleichen Maßstabe die michbetreffenden Vortheile vergrößern wollt."

Genug! genug!" erwiederte der Prälat, indem er sichanschickte, das Zimmer zu verlassen,wir werden den Herrschernsogleich Bericht erstatten, und Du wirst ihren Willen bald erfahren."

So endete diese Zusammenkunft. Die Häslinge verließendas Zimmer, und besprachen sich ernstlich mit einander, wieLeute, denen wenig daran liegt, ihren Unwillen zu unterdrücken, wäh-rend ColumbuS, erfüllt von der hohen Wichtigkeit seiner Plane,mit der Haltung eines Mannes, dessen Selbstachtung nichtdurch unverständiges Geschrei geschmälert werden konnte, und derdie Unwissenheit und Engherzigkeit seiner Beürtheiler zu gut zu