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einging, obgleich auch er nothwendig seinen Theil an der Unwissen-heit des Zeitalters trug. „Ich finde überhaupt nichts Nor, wodurchdie wirkliche Existenz eines solchen Monarchen oder eines solchenReiches bestätigt würde."
Dieses Zugeständniß kam der Sache des Seefahrers nicht zustatten, denn die Behauptung, die Erde sey eine Kugel und derPriester Johann nur ein Geschöpf der Einbildungskraft, hieß dasWunderbare aufgeben, um zu Beweisen und zu Wahrscheinlichkeitenzurückzukehren: ein Weg, den der menschliche Geist im Zustandeder Unkultur nicht gerne einschlägt.
„Es gibt Männer, welche gerne an die Wirklichkeit von Prie-ster Johanns Macht und Reich glauben," fiel einer der Bevollmäch-tigten ein, der sein gegenwärtiges Amt rein König FerdinandsPolitik verdankte — „und welche es geradezu in Abrede ziehen, daßdie Erde rund sey, fintemal wir alle wissen, daß es darauf Könige,Reiche und Christen gibt, und uns zugleich durch unsere eigenenAugen überzeugen können, daß die Erde und das Meer eben find."
Diese Anficht wurde von den meisten Anwesenden mit einembeifälligen Lächeln ausgenommen, obgleich Fernando de Talaverasein Bedenken über die Richtigkeit derselben hatte.
„Sennor," erwiederte ColumbuS sanft, „wenn in dieser WeltAlles so wäre, wie es scheint, so bedürfte man wohl kaum derBeichte, und auch die Buße müßte viel leichter seyn."
„Ich denke, Ihr sepd ein guter Christ, Sennor Colon?" be-merkte der Erzbischof etwas scharf.
„Ich bin das, wozu mich die Gnade Gottes und die Schwächeder menschlichen Natur gemacht hat, Herr Erzbischof, obgleich ichdcmüthig hoffe, des göttlichen Schuhes und der göttlichen Huld fürwürdiger erachtet zu werden, wenn ich erst mein großes Ziel er-reicht habe."
„Man sagt, Du haltest Dich für einen Mann, den die Vor-sehung besonders für dieses Werk bestimmt habe."