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Sennor Colon, daß Don Joao von Portugal bereits große Auf-merksamkeit auf diese Dinge verwendet hat, und daß er und seineVorfahren das Entdeckungswesen wohl schon bis auf's Aeußersteausbeuteten. Auch sein Unternehmen wurde von Nom aus mit ge-wissen Privilegien bedacht, die nicht einmal am Orte waren."
„Ich kenne die portugiesische Unternehmung, heiliger Prälat,und weiß wohl, in welchem Geiste Don Joao seine Macht geübthat. Seine Schiffe segelten an dem westlichen Ufer von Afrikahin, aber in einer ganz andern Richtung, als die ist, welche icheinzuschlagen gedenke. Ich habe im Sinne, geradezu in das großeWeltmeer hineinzusteuern, und indem ich dem Niedergang der Sonnefolge, die östlichen Gränzen von Indien auf einem Wege zu errei-chen, der die Reise um viele Monate abkürzen muß."
Obgleich der Erzbischof und die meisten der Commissions-Mit-glieder zu der zahlreichen Klaffe derer gehörten, welche Columbusals einen heißköpfigen Träumer betrachteten, so machte doch dieernste und hohe Würde, mit welcher er seine Entwürfe so einfachandeutete, die Ruhe, mit welcher er beim Sprechen seine weißenLocken niedsrstrich, und die Begeisterung, welche immer in seinemAuge leuchtete, wenn er von diesem Plane sprach — einen tiefenEindruck auf alle Anwesenden, und in diesem Augenblick schienensich die Gefühle Aller darin zu vereinigen, ihm zu Erlangung dieserso wenig anspruchsvollen Forderungen behülflich seyn zu wollen.ES war ein merkwürdiger und eigenthümlicher Beweis für dasVorhandensepn eines solchen vorübergehenden Gefühls, daß einerder Beigezogenen unmittelbar die Frage stellte:
„Gedenkt Ihr, Sennor Colon, den Hof des Priesters Johannaufzusuchen?"
„Ich weiß nicht, edler Sennor, ob es je einen solchen Fürstengegeben hat," antwortete Columbus, dessen Ansichten auf der festenund philosophischen Grundlage der Wissenschaft ruhten, und d,rnur wenig auf die im Schwünge stehenden Trugbilder jener Zeit