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Beamten in den Räumen erschienen, um Gesuche anzuhören undFragen zu beantworten, war der Vorfall schnell wieder vergessen.Luis entfernte sich mißvergnügt, denn er hatte gehofft, sich einerlängeren Unterhaltung mit ColumbuS über einen Gegenstand er-freuen zu können, welcher seine schönsten Hoffnungen berührte, unddaher sein ganzes Sinnen in Anspruch nahm. Wir wollen aberfür jetzt ihn und das Gewühl in den Vorzimmern verlassen, umdem großen Seefahrer in das Innere des Palastes zu folgen.
Fernando de Talavera war dem ihm gegebenen Befehle nach-gekommen. Statt jedoch diesem Prälaten Männer an die Seite zugeben, von denen bekannt war, daß sie geneigt sehn konnten, aufColumbuS' Vorschläge zu hören, hatten der König und die Königinden Mißgriff begangen, sechs bis acht Hofleute zu wählen, welchezwar wegen ihrer Rechtschaffenheit und ihres lobenswerthen Cha-racterS in gutem Rufe standen, aber viel zu wenig an eine gelehrteUntersuchung gewöhnt waren, um den Merth der vorgeschlagenenEntdeckungen gehörig würdigen zu können. ColumbuS wurde jetztin die Versammlung dieser ausgezeichneten Edeln und Geistlicheneingeführt, und der Leser stelle sich vor, daß er unter denselbenPlatz genommen habe. Wir übergehen die übrigen Förmlichkeitender Einführung und schreiten sogleich zu dem wesentlichen Theileder Erzählung. Von Seite der Commission führte der Erzbischofvon Granada vorzugsweise das Wort.
„Wir vernehmen, Sennor Colon," sprach der Prälat imLaufe der Besprechung, „daß Ihr, wenn Euch der Schutz derMacht und deS Ansehens Ihrer königlichen Hoheiten nicht entsteht,eine Reise in das unbekannte Weltmeer zu unternehmen im Sinnehabt, um die berühmte Insel Cipango aufzusuchen?"
.„Das ist meine Absicht, heiliger und durchlauchtiger Prälat.Die Sache ist zwischen den Bevollmächtigten der zwei fürstlichenPersonen und mir so oft besprochen worden, daß ich mich wohlnicht weiter über meine Ansichten auszulaffen brauche."