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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Abends hat meine Gedanken fast ausschließlich in Anspruch genom-men, und ich komme, um sie wieder anzuknüpfen."

Man sah in Columbus' Auge, seinem Lächeln und der Art, wieer seinen Körper aufrichtetc, gleich als seh auch dieser von der Größeseiner Entwürfe erfüllt daß diese Huldigung mit Wohlgefallenausgenommen wurde, aber er mußte das Vergnügen, welches ihmein Gespräch über sein Unternehmen immer gewährte, verschieben.

Ich bin durch den ehrwürdigen Erzbischof von Granada hie-her berufen, edler Sennor," antwortete er mit Herzlichkeit,der,wie es scheint, von Ihren Hoheiten den Auftrag, meine Angelegen-heit zu einem schleunigen Ende zu bringen, erhalten und für diesenZweck den heutigen Morgen anberaumt hat. Wir stehen an demVorabende großer Ereignisse, und der Tag ist nicht ferne, an dem dieseEroberung von Granada vergessen seyn wird in der weit höherenWichtigkeit der gewaltigen Dinge, welche uns Gott Vorbehalten hat."

Bei St. Pedro, meinem neuen Namenspatron, ich glaube dasselbst auch. Cathay muß an der Stelle, die Ihr namhaft gemachthabt, oder doch in der Nähe derselben liegen, und Eure Augensollen dieses Land sammt seinen ungeheuren Neichthümern nichtfrüher sehen, als die meinigen. Ich bitte Euch, denkt an Pedrode Munnos, Sennor Colon."

Ich verspreche Euch, junger Herr, er sqll nicht vergessenwerden, und alle die großen Thaten Eurer Vorfahren werdendurch den Ruhm ihres Enkels in den Schatten zu stehen kommen.Aber ich höre meinen Namen nennen; wir wollen ein andermal dieSache weiter besprechen."

Der Sennor Christoval Colon," rief einer der Pagen mitlauter Stimme, und der Seefahrer eilte freudig vorwärts. DieArt, wie ein so allgemein mit Gleichgültigkeit, wo nicht mit Ver-achtung betrachteter Mann aus dem Gewühls der Hofschranzen aus-erlesen worden war, erregte einige Ueberraschung. Als aber das ge-wöhnliche Geschäft eines Vorzimmers begann und die untergeordneten