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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Sie sind in der That zu Salamanka auf's Umständlichste er-örtert worden, und viele gelehrte Geistliche gingen auf Eure Ideeein, Sennor, obgleich noch mehrere dagegen waren. Unser Herr,der König, und unsere Gebieterin, die Königin, sind jedoch geneigt,die Sache in einem günstigeren Lichte zu betrachten, und die gegen-wärtige Commission hat den Auftrag, die vorläufigen Grundsätzefestzusetzen und die betreffenden Rechte der betheiligten Partheienabzugränzen. Was verlangt Ihr an Schiffen und Ausrüstung, umdie großen Zwecke, die Ihr im Auge habt, unter Gottes Segendurchzuführen?"

Ihr habt wohl gesprochen, hochwürdiger Herr Erzbischof,unter Gottes Segen und unter seiner besonderen Obhut soll allesgeschehen; denn Seine Verehrung uud Verherrlichung ist bei demErfolge wesentlich betheiligt. Mit einem so mächtigen Verbündetenauf meiner Seite werden wenige weltliche Mittel nothwendig sehn;ich fordere nur zwei Caravelen von leichter Last, mit der Flaggeder Fürste», und eine hinreichende Anzahl Matrosen."

Die Commissions-Mitglieder warfen sich verwunderte Blicke zu,und sahen theilweise in dieser bescheidenen Bitte nur die phantasti-sche Kopflosigkeit eines Träumers, .während andere darin das festeVertrauen des Glaubens zu entdecken vermeinten.

Das ist in der That nicht viel verlangt," bemerkte der Prä-lat, der unter die Ersteren gehörte,und obgleich die Schatzkam-mern CastilicnS erschöpft sind, so könnten wir doch diese Kleinigkeitohne die Beihülfe eines Wunders zugestehen. Die Caravelen lassensich wohl aufsinden und ebenso die nöthigen Matrosen ausheben;aber ehe wir so weit kommen, bleiben noch einige wichtige Punktefcstznstellen. Ihr erwartet, Sennor, daß man das Comniando derExpedition Euch anvertrane?"

Ohne dieses Vertrauen könnte ich nicht für den Erfolg ein-stehen. Ich bedarf des vollen und ungeschmälerten Ansehens eine«Admirals Ihrer Hoheiten. Wenn auch die Zahl der Schiffe nur