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eines Heroldes zu bedürfen, der seine verwandtschaftlichen Beziehun-gen auseinander setzt. Nur um den Unbedeutenden kümmert sichdie Welt nicht. Tochter Marquise!" — sie enthob Mercedes da-durch, daß sie sich an ihre Freundin wandte, eines Zustandes, derkaum weniger peinvoll sehn konnte, als die Folter selbst — „dieserDein Neffe ist zwar anerkannt ein Mensch, der nirgends eine blei-bende Stätte hat, aber ich zweifle, ob er sich wird bestimmen lassen,an einem Unternehmen Theil zu nehmen, welches, wie das un-seres Colon, die Ehre Gottes und die Wohlfahrt unseres Reicheszum Zwecke hat."
„Wahrlich, Sennora" — Mercedes unterdrückte ihren Eiferdurch eine plötzliche und erfolgreiche Anstrengung.
„Du wolltest sprechen, Donna Mercedes?" bemerkte die Kö-nigin ernst.
„Ich bitte Euer Hoheit um Verzeihung; ich habe Etwas Un-ziemliches gethan, da Eure Worte nicht an mich gerichtet waren."
„Dieß ist nicht der Hof von Castilien, Tochter, sondern dasPrivatgemach von Jsabella de Trastamara," entgegnete die Fürstinin der Absicht, die Wirkung des bereits Vorgesallenen zu mindern.„Das Blut des Admirals von Castilien fließt in Deinen Adern,und Du kannst Dich sogar einer Verwandtschaft mit unserm Herrn,dem König, rühmen. Sprich vaher unverhohlen!"
„Ich kannte Eure Huld und Güte gegen mich, Sennora, undhabe mich deshalb beinahe vergessen. Ich wollte nur sage», daßDon Luis de Bobadilla sehnlichst wünscht, Sennor Colon möchtedie Caravelen, deren er bedarf, erhalten und ihm selbst die könig-liche Erlaubniß gewährt werden, an dem Abenteuer Theil nehmenzu dürfen."
„Wäre das möglich, Beatriz?"
„Luis ist ohne Zweifel ein ruheloser Kopf, Sennora; dochläßt er sich nie von unedlen Beweggründen leiten. Ich habe ihnselbst den glühenden Wunsch auSdrücken hören, Colon zu begleiten.