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Aber/' fuhr Mercedes mit einem schlauen Lächeln fort, während aberihre Stimme und ihre Blicke ihre volle Zärtlichkeit aussprachen;„ich fürchte, Du bist solche» Anfällen von Tollheit zu sehr zugc-than, als daß Du aufhören könntest, Dich bis an die äußerstenGränzen der Welt, wo nicht gar über dieselben hinaus zu sehnen."
„Es wird nur an Dir liegen, mich so unbeweglich als dieseThürme von Alhambra zu machen. Jeden Tag nur ein solchesLächeln würde mich wie einen gefangenen Mauren an Deine Füßefesseln und mir für immer den Wunsch benehmen, nach etwas An-derem, als nach Deiner Schönheit zu sehen. Aber Ihre Hoheit?— Du hast beizufügen vergessen, was Ihre Hoheit sagte oder that."
„Du warst Sieger im Turniere, Luis. Castiliens ganze Ritter-schaft war an jenem glorreichen Tage im Sattel, und doch konntees Dir keiner gleich thu». Selbst Alonzo de Ojeda wurde durchDeine Lanze geworfen, und alle Lippen tönten von Deinem Lobe.Kein Gedächtniß, ich würde vielleicht besser sagen, keines, mit Aus-nahme eines einzigen, erinnerte sich Deiner Fehler."
„Und dieses einzige war das Deine, grausame Mercedes?"
„Du weißt das besser, unartiger Luis. Damals dachte ichan nichts, als an Deinen edeln, hochsinnigen Muth, Dein ritter-liches Benehmen auf dem Turnierplätze, und an Deine andere»schönen Eigenschaften. Das weniger nachsichtige Gedächtniß mußtDu bei der Königin suchen, welche mich nach dem Schlüsse derFestlichkeiten auf ihr Zimmer bescheiden ließ und sich wohl eineStunde auf das gütigste und thcilnehmendste mit mir unterhielt,ehe sie überhaupt ihren wahren Zweck berührte. Sie sprach mitmir, Luis, von unfern Pflichten als Christen, von unfern Pflich-ten als Frauen, am meisten aber von den feierlichen Verbindlich-keiten, welche wir mit dem heiligen Stande der Ehe cingingen,und von den vielen schweren Stunden, die auch im günstigstenFalle in ihrem Gefolge sind. Als sie mich durch ihre fast mütter-liche Liebe bis zu Thränen gerührt hatte, forderte sie von mir
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