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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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bot,und wie eS Luis de Bobadilla ziemt. Aber Gold ist beiuns Allen in diesem Augenblicke nicht häufig, und die Beischaffungdes nöthigen Bedarfs wird wohl über die Kräfte eines gewöhnlichenUnterthanS gehen; auch ziemt eS sich nur für Fürsten, einen sol-chen Zug auSzurüsten, da wohl große Gebiete zu beherrschen undzu vergeben sepn werden, wenn Colons Plan zu einem günstigenZiele führt. Mein mächtiger Vetter, der Herzog von Medina Celi,hat sich diesen Gegenstand reiflich erwogen und ist günstig dafürgestimmt, wie sich aus seinen Briefen an Ihre Hoheit ersehen läßt;aber auch er findet die Sache für zu wichtig, um von Jemandanderem als einem gekrönten Haupt unternommen werden zukönnen, und er hat seinen ganzen Einfluß auf unsere Gebieterinaufgeboten, um sie für den großen Entwurf des Genuesen zu ge-winnen. ES ist daher umsonst, an eine Unterstützung dieses Unter-nehmens auf irgend eine andere Weise als durch ihre Hoheitenselbst zu denken."

Du weißt, Mercedes, daß ich am Hofe nichts für Colon thunkann. Der König ist ein Feind aller derer, welche nicht so vor-sichtig, so kalt und so listig sind, als er selbst."

Luis, Du bist in seinem Palast und erfreust Dich in diesemAugenblick seiner Gastfreundschaft und seines Schutzes!"

Nicht doch," erwiederte der junge Mann mit Würde,diesist der Aufenthalt meiner königlichen Gebieterin. Granada ist Ca-stiliens, und nicht Aragons Eroberung. Was die Königin betrifft,Mercedes, so wirst Du nie ein unchrerbietigeS Wort über sie von mirhören, denn sie ist wie Du, die Tugend, die Sanftmut!) und die Weib-lichkeit selbst; aber der König hat viele von den Mängeln verderbterund selbstsüchiiger Menschen. Du kannst mir keinen jungen, hoch-sinnigen und warmherzigen Cavalier selbst unter seinen Ara-goniern nennen, welcher Don Fernando wahrhaft und aufrichtigliebte, während ganz Castilien Donna Jsabclla anbetet."

Du hast vielleicht theilweise recht, Luis; aber immerhin ist