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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Entwürfe Sennor Colons scheinen einen Eindruck auf Dich gemachtzu haben, und ich bemerke wohl, daß sie ein großes Gewicht auf Dei-nen Geist üben, obgleich Du sie lächerlich zu machen suchtest."

Ich werde Dich hinfort zehnmal höher achten, Mercedes,denn Du hast meine thörichte Ziererei und den Leichtsinn meinerWorte durchschaut, und das wahre Gefühl, das darunter verborgen »

liegt, erkannt. Seit ich von diesem ungeheueren Plane hörte, blieber in der That immer vor meiner Phantasie, und neben dem Deini-gen, theureS Mädchen, stand ohne Unterlaß das Bild dieses Genuesenvor meinen Augen, wenn auch nicht vor meinem Herzen. Ich zweiflenicht, daß etwas Wahres in diesen Ansichten liegt, denn ein so herr-licher Gedanke kann nicht ganz trügerisch sehn."

Mercedes schönes, volles Auge haftete fest auf Don LuisZügen, und leuchtete von jener verborgenen Begeisterung, welchein ihrer Glut die innerste» Gefühle der Seele kund gab.

Er ist," antwortete sie feierlicher muß wahr sehn.

Diese hohe Idee ist dem Genuesen von Gott eingegeben, und erwird früher oder später die Wahrheit derselben darzuthun vermögen. '

Denke Dir ein Schiff, das diese Erde umkreist den fernsten Osten,das Land der Heiden in unmittelbarer Verbindung mit uns unddas Kreuz, das unter der brennenden Sonne von Cathah seinenbeglückenden Schatten wirft! O! das sind herrliche, himmlischeVorgefühle, Luis; und müßte eS nicht ein unvergänglicher Ruhmsehn, an der Ehre Theil genommen zu haben, eine so große Ent-deckung in Ausführung zu bringen?"

Beim Himmel, ich will mit der frühesten Morgensonne diesenGenuesen aufsuchen, und ihm für diese Unternehmung meine Be-gleitung anbielen. Es soll ihm an Gold nicht fehlen, wenn es ihman nichts Weiterem, als daran gebricht." d-

Jetzt sprichst Du als der hochsinnige, furchtlose Castilianer,der Du bist," sagte Mercedes mit einem Feuer, welches den ge-wöhnten VorsichtSwaffen ihrer Klugheit und ihrer Erziehung Trotz