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Bekehrung jetzt noch »»> das Zehnfache gesteigert worden. Ich wollte,sie schickte dreimal nach meiner lieben Tante, wo ihre Dienste nurEinmal nöthig sind, und ihre Gegenwart würde der hohen Herrinso unerläßlich, daß die Angelegenheiten CaflilienS ohne ihren Nathkeinen Schritt von der Stelle rücken konnten, wenn nur ich dadurcheine so günstige Gelegenheit gewänne, Donna Mercedes, EuchAlles zu sagen, was ich fühle."
»Die Zungenfertigen und Ungestümen fühlen nicht immer amtiefsten, Don Luis de Bobadilla!"
»Diese fühlen gar nicht, Mercedes. Du kannst an meinerLiebe nicht zweifeln: sie ist mit mir aufgewachsen und erweitertesich, wie sich mein JdeenkreiS erweiterte, bis sic endlich mit meinerganzen Seele so verwebt wurde, daß Dein theureS Bild ohneUnterlaß sich in mein ganzes Thun und Sinnen mischt. In allem,was schön ist, sehe ich Dich; wenn ich den Gesang eines Vogelshöre, tönt eS für mich wie die Melodie Deiner Laute, oder wennich fühle, daß der sanfte Südwind von den duftigen Inseln hermeine Wange fächelt, so möchte ich gerne denken, es sehen DeineSeufzer."
„Ihr habt Euch so lange an dem leichtfertigen, französischenHofe aufgehalten, Don Luis, daß Ihr ganz vergessen zu habenscheint, wie das Herz eines castilianischen Mädchens zu wahr undaufrichtig ist, um solchen Wortkram wohlgefällig aufzunehmen."
Wäre Don Luis älter oder mit den Gefühlen des schönenGeschlechts bekannter gewesen, so hätte er sich durch diesen Verweisgeschmeichelt sinken mögen; denn in dem Benehmen der Sprecherinverriethen sich nicht minder Gefühle von zarterer Natur, denn derAusdruck ihrer Worte, als auch die Merkmale eines innigen Bedauerns.
„Wenn Du bloßen Wortkram bei mir zu finden glaubst, sothust Du mir sehr unrecht. Ich weiß vielleicht nicht, meine Ge-danken und Gefühle auf eine geeignete Weise geltend zu machen,aber nie hat meine Zunge gegen Dich, Mercedes, etwas laut werden