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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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die wirkliche oder muthmaßliche Thaisache merkwürdig, daß es dieeinzige Stadt von einigem Umfang in Spanien ist, welche nieunter maurischem Scepter stand.

Die Hauptereigniffe unserer Erzählung führen uns nun in dieseZeit und auf diesen Schauplatz zurück, denn alles, was wir bishererzählt haben, diente bloS als eine Einleitung, um den Leser aufdie nun folgenden Begebenheiten vorzubereiten.

Viertes Kapitel.

Den rechten Winkel kenne» die Gelehrten iEr kümmert den nicht, dessen ganzes LebenNur darauf zielt, im Rechten groß zu werden.

Was kann der Menschen Kunst und Wissen gebenAls nur ein Meer von Jrrthum bodenlos?

Wer'S zu ergründen strebt, hascht Schatten bloS.

Menschliches Wisse».

Der Morgen des zweiten Januars 1492 wurde mit einerFeierlichkeit und einer Pracht eingeführt, welche sogar an dem Hofeund in dem Lager Ferdinands und JsabellaS, wo man doch deskirchlichen und königlichen Pompes so sehr gewohnt war, nie ihresGleichen gehabt hatten. Die Sonne war kaum aufgegangen, alsin der kl-inen außerordentliche» Stadt Santa Fe sich Alles insiegestrunkener Bewegung befand. Die seit Wochen im Geheimenüber die Uebergabe von Granada gepflogenen Verhandlungen warennun abgeschlossen, Armee und Volk förmlich von den Resultatenderselben benachrichtigt und der heutige Tag zu dem Einzuge derSieger bestimmt.

Der Hof hatte wegen Ablebens des Don Alonzo von Portugal,des Verlobten einer königlichen Prinzessin von Castilien, Trauerangelegt, aber bei diesem freudigen Anlässe wurden die Merkmaledes Leides bei Seite gelegt und Alles erschien in den heitersten