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Ereigniß zu, welches leicht hätte verhängnißvoll für die könig-liche Familie und verheerend für die christlichen Waffen werdenkönne». Das Zelt der Königin ging in Flammen auf, wodurchdaS ganz- Lager in die größte Gefahr gerieth. Biele Zelte derEoeln wurden gleichfalls ein Raub des Feuers, und bedeutendeSchätze, Juwelen und Silbergeschirr gingen zu Grunde, obgleichdie Zerstörung nicht weiter reichte. Um der Wiederkehr eines solchenUnfalls vorzubeugen, und vielleicht auch, weil man die EroberungGranada'S als die herrlichste That dieser Doppelregierung betrach-tete — denn noch lag die Zukunft im Dunkeln, und nur einmenschliches Auge sah das größte aller Ereignisse, welches jenerZeit Vorbehalten war, voraus — entschloß sich das fürstliche Paar,ein Werk zu versuchen, das schon an sich diese Belagerung denk-würdig machen mußte. Der Plan zu einer regelmäßigen Stadtwurde entworfen, und Arbeiter gingen an die Erbauung festerGebäude, in welchen die Armee wohnen sollte, und so wurde indiesem Kriege eine Stadt der andern gegenübergestellt. In dreiMonaten war dieses Riesenwerk mit seinen Gaffen, Straßen undVierteln vollendet, und erhielt den Namen Santa Fe (heiligerGlaube), eine Benennung, welche eben sowohl für den Eifer, mitwelchem eine solche Arbeit im Gewühlc des Kampfes durchgcführtwurde, als für das große Vertrauen auf die Vorsehung Gottes,welches die Christen zu diesem Kriege begeistert hatte, Zeugnißablegt. Die Erbauung dieser Stadt erfüllte die Herzen der Maurenmit Schrecken, denn sie sahen darin einen Beweis, daß ihre Feindeden Kampf nur mit ihrem Leben aufzugeben beabsichtigten; undhöchst wahrscheinlich hatte man es nur diesem Einflüsse zu danken,daß Boabdil, der König von Granada, sich unterwarf, und Al-hambra einige Wochen, nachdem die Spanier von ihrem neuenAufenthalt Besitz genommen hatten, übergab.
Santa Fe steht noch, und wird wegen seines sonderbarenUrsprungs von den Reisenden häufig besucht. Auch ist es durch