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11 (1846) Donna Mercedes von Castilien, oder die Entdeckung von Amerika
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Du und Dein Erzbischof hätten mir keine angenehmere Pflichtübertragen können, als meine Lanze gegen die Ungläubigen einzn-legen. Ich habe mir in diesen Kriegen bereits meine Sporenverdient, und sobald wir gekrönt sind, sollst du sehen, wie gerneich dazu beitragen will, die Heiden in ihre ursprünglichen Sand-wüsten zurückzutreiben."

Jetzt liegt mir nur noch Eines auf dem Herzen, mein edlerVetter. Du kennst den Übeln Einfluß, der auf meinen Brudergeübt wird und ihm einen großen Theil des Adels sowohl alsder Städte entfremdet hat. Wir werden beide ernstlich versuchtwerden, einen Krieg gegen ihn zu beginnen, um das Scepter zuergreifen, ehe cs Gott gefällt, uns dasselbe auf dem natürlichenWege zu übertragen. Ich wünschte, daß du Don Enriquez nichtnur als das Haupt unseres künialichen Hauses, sondern auch alsmeinen Bruder und gesalbten Herrn achtetest. Sollten schlimmeRathgeber ihn drängen, etwas gegen unsere Personen oder unsereRechte zu versuchen; so haben wir allerdings eine Erlaubniß zumWiderstand; aber ich bitte Dich, Fernando, suche unter keinemVorwand Deine Hand zur Empörung gegen meinen rechtmäßigenHerrscher zu erheben."

Dann mag Don Enriquez auf seine Beltraneja Acht haben,"erwiederte der Prinz mit Feuer.Beim heiligen Peter, ich habeselbst Rechte, die diesem mißgeborenen Mengling Vorgehen. Dasganze Haus von Trastamara ist dabei betheiligt, daß dieses unächteReis, welches so trügerischerweise dem königlichen Stamm aufge-pfropft wurde, erstickt werde."

Du wirst warm, Fernando, und sogar das Auge von Beatn'zvon Bobadilla mißbilligt Deine Hitze. Die unglückliche Johannakann nie unsere Rechte an den Thron gefährden, denn unter demAdel CastilienS sind nur wenige so unwürdig, daß sie die Kroneauf dem Haupte einer Person suchen möchten, in welcher, wie manglaubt, nicht das Blut Pelayo'S fließt."