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„Du hast unfern Ehevertrag doch wohl überlegt, Don Fer-nando, und bist, wie ich hoffe, mit seinen verschiedenen Bedin-gungen einverstanden?"
„Wie es der Wichtigkeit dieses Schrittes und der Größe derWohlthat, die ich empfangen soll, geziemt."
„Ich wünschte, daß fie Dir annehmlich und geeignet erscheinenmöchten, denn obgleich ich nun bald Deine Gattin sehn werde, sodarf ich doch nie vergessen, daß ich bestimmt bin, dereinst dieKrone dieses Landes zu tragen."
„Du darfst überzeugt seyn, meine schöne Braut, daß Ferdinandvon Aragon der Letzte sehn wird, der in Dir etwas anderes, alsdie Königin steht."
„Ich betrachte meine Pflichten als ein von Gott anvertrautesGut, für deren treue Erfüllung eine strenge Verantwortlichkeit aufmir lastet. Ein Scepter ist kein Spielzeug, Fernando, mit demsich scherzen läßt, und keine Last ist schwerer als die einer Krön?."
„Wir haben in Aragon die gemeinsamen Grundsätze unseresHauses nicht vergessen, meine Verlobte, und es freut mich zu finden,daß sie sich in beiden Königreichen gleich erhalten haben."
„Wir dürfen, indem wir diesen Bund knüpfen, nicht vorzugs-weise an uns selbst denken," fuhr Jsabella ernst fort; „denn dashieße die Pflichten des Fürsten durch die Gefühle der Liebe ver-drängen. Du hast Dich, wie ich hoffe, mit den Artikeln des Ehe-vertrags gehörig vertraut gemacht?"
„Ich hatte hinreichend Muße dazu, meine Base, da sie bereitsseit neun Monaten unterzeichnet find."
„Wenn ich Dir vielleicht in einigen Punkten zu anspruchsvollscheine," fuhr Jsabella mit derselben liebenswürdigen und ernstenEinfachheit fort, welche ihr in allen Verhältnissen des Lebens eigenwar, „so liegt der Grund hievon in jenen Obliegenheiten, welcheein Fürst nicht übersehen darf. Du kennst außerdem den Einfluß,Fernando, den der Eheherr über die Gattin zu üben gewöhnt ist.