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Reihe der Könige heißt, Johann der Zweite, war einer der schlaue-sten Monarchen seiner Zeit; aber die vielen Kämpfe mit den un-ruhigen, oder wenn man lieber will, freiheitsliebenden Cataloniern,hatten ihn arm gemacht, wie er denn überhaupt genug zu thunhatte, um sich nur auf dem Throne zu erhalten, da er über ein viel-gestaltiges Reich herrschte, welches außer dem angestammten Ara-gon, sammt dessen Zubehör Valencia und Catalonicn, noch Sicilien,die balkarischen Inseln und einige sehr zweifelhafte Rechte auf Na-varra in sich faßte. Zu diesen Besitzungen wäre auch noch dasKönigreich Neapel gekommen, wenn nicht das Testament seinesaltern Bruders und Vorgängers diese Krone einem eigenen unehe-lichen Sohne hinterlaffen hätte.
Die Negierung des Königs von Aragon war eine lange undunruhige gewesen, und eben jetzt befand sich seine Schatzkammerdurch die Opfer, welche wegen der Unterwerfung der empörtenCatalonier gebracht werden mußten, in einem Zustande fast völligerErschöpfung, obgleich er einem Siege näher war, als er voranS-sehen konnte, da sein Nebenbuhler, der Herzog von Lothringen,nur ein paar Monate nach dem Zeitpunkte, den wir für denBeginn unserer Erzählung ausgewählt haben, eines plötzlichenTodes starb. Es ist jedoch dem Menschen versagt, in die Zukunftzu blicken; und am neunten des erwähnten Monats wurde derScharfsinn des königlichen Schatzmeisters auf keine leichte Probegesetzt, als er ganz unerwartet zu einer Zeit, wo die Armee imBegriffe war, sich wegen Ausbleiben des Soldes aufzulösen, unddie öffentlichen Kaffen nicht weiter, denn die sehr mäßige Summevon dreihundert Enriguez (einer nach einem früheren Monarchenbenannten Goldmünze in dem ungefähren Werthe eines Ducaten)enthielten, um eine sehr beträchtliche Summe angegangen wurde.Die Angelegenheit war jedoch zu dringend, um sich verschieben zulassen, und selbst die Zwecke des Krieges mußten diesem plötzlichangeregten Unternehmen gegenüber, obgleich es sich mehr aus