Erstes Kapitel.
Ein Klopfen erschüttert der Flur Gestein;
ES schallt eine Stimme am Thor,
Daß Einlaß begehre mit seinen Reih'nDer Cid Ruy Diaz, der Campeador.
MrS. Heman».
Alßgen wir den Bildern des unnachahmlichen Cervantes, oderden Gemälden jenes kaum weniger verdienstvollen Schriftstellers, *von welchem Le Sage seinen unsterblichen Roman borgte,*»— denernstere» Erzählungen der Geschichte oder den Berichten der neue-ren Reisenden Glauben beimeffen; kaum treffen wir auf eine Zeit,wo in Spanien die Herbergen gut und die Straßen sicher gewesenwären. Ueberhaupt scheint das Volk dieser Halbinsel dazu ver-dammt zu sehn, sich nie dieser beiden Segnungen der Civilisalionerfreuen zu dürfen, denn zu allen Zeiten hörte man von mancherleiUnbilden, welche den Reisenden sowohl von Räubern als vonWirlhen widerfuhren. Wenn dies aber sogar zu der Geschichteunserer Tage gehört, so war cs noch viel mehr in der Mitte desfünfzehnten Jahrhunderts der Fall, in welche Periode wir diePhantasie des Lesers zurückzusühren wünschen.
Im Anfänge des Monats October 1469 hielt der Regent vonAragon, Juan von Trastamara, seinen Hof in Zaragoza, einerStadt am Ebro, deren muthmaßlich aus Cäsarea Augusta gebildeterName in unseren Tagen als Saragossa, wie sie von den Fremdengenannt wird, wegen ihrer Waffenthaten zu hoher Berühmtheitgelangt ist. Juan von Trastamara, oder wie er gewöhnlich in der
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