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Herders Gedichte.
Auf der Lüste heil'gcm Weben,
Zn der Schöpfung tiefstem Leben,
Nahe meines Herzens Sehnen,
Nahe meiner Freude Thranen,
Siehe, sieh, da ist der Herr!
Siehe, sieh, da wandelt Er!
Süße Stimme ruft im Leiden;Ernste Stimme ruft in Freuden:„Liebst Du mich?"
Ewiger, wir wollen lieben,
Lieben Dich! V. A-
Ach alles, alles, was ein Leben,
Was Seel' und Othem in sich hat,
Soll Seele mir und Othem geben:
Denn meine Stimme ist zu matt,
Die süßen Wunder zu erhöhn,
Die ewig, ewig mit mir gehn.
O Auferstandener, wo schwebtestDu ungesehn? In welchem Reiche lebtest,Ein König, du! der Retter der Natur,
Die erste, schöne, neuerwachte BlumeAuf Gottes Flur.
Und trankst der Auferstehung KraftFür deinen Kelch der Leiden,
Einathmcnd Himmels Freuden,
Verbreitend überall des ew'gcn Lebens Saft!
Ich sehe dich! Dein schönes Kleid
Ist Morgenroth in aller Menschen Blicken,