Z w e i te r T h e i l. llgli
Als Morgenröthe schon, dcn düstcrn Nebel bricht,Zerreißt den Schleier und wird Licht:
So sehnet sich, so stehet der betrübtenMaria Jesus nah,
Und nennt sie, und ist da! —
Und eilt mit jenem Paar, die nach der Nuht
stehn,
Ein Wandrer, mitzugehn.
Er raubet sanft ihr Herz und athmet fremde Glut,In ihren lechzenden, gesunkncn, kalten Muth,Enthüllt sich und verschwindet. —
Bis er die Zebu GeliebtenVerlohrencn zusammen wieder findet,
Und Frieden ihnen gibt und haucht sie an mit Geist,Der von der Balsamkrast des andern Lebens fleußt.—'
Er sucht den Irrenden in seiner Zweifel Nacht,Der, wie vom schweren Traum erwacht,
Die Hand ihm legt in seine Wunden:
„Ich habe dich gefunden!
Mein Herr und Gott!
Du lebest, ich bin todt."
Und wandelt in des Morgens Früh?
Mit seinen Kindern: „Liebt ihr mich?
„Der mich nicht kannte, Simon, liebst hu inich?"Allwissender, o steheMein Herz! ich liebe dich,
Q 2