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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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189
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Zweiter Theil.

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IN unserm Herzen spricht sein Spruch,Wer mag dem Spruch bestehen?

Frei aufgeschlagen ist sein Buch,

Mit jeglichem Vergehen.

Sein Blick wie Fcuerflamme fährtUnd theilt, wie ein zweischneidig Schwert,Was keine Augen sehen.

Was keines Feindes Mund erzählt,

Erzählt uns das Gewissen,

Was sich der Heuchler lang verhehlt,

Wird er sich sagen müssen,

Wenn Gottes Zeit kommt und ihn schilt,Wenn Gottes Zeit kommt und vergilt,

Und laßt den Frevler büssen.

Wem kam nicht diese GotteszeitSo oft und oft im Leben?

Wer muß nicht die GerechtigkeitAnflehn, ihm zu vergeben?

Und fühlt in seinem Innern nochViel stumme Schulden, denen dochEr einst wird müssen beben!

Du Herzens-Richter! auf! ersah?

Und prüfe, wie wir's meynen IMach unsre Fehl uns offenbar,

Was nützt es, gut zu scheinen!

Dem Ausspruch des Gewissens treu,

Und feind seyn jeder Heuchelcy,

Dies stellt uns zu den Deinen.